Kärntner Betriebe setzen auf heimisches „Kalb Rosé“

Pia ProdingerPia Prodinger
Rindfleischkalb in Berglandschaft mit Haus, regional & frisch, heimische Qualität, Kärnten Gastronomie
© Mit KI (Gemini) generiert

In Kärnten wird verstärkt auf die Produktion von „Kalb Rosé“ gesetzt, um Importe zu reduzieren. Jährlich werden 68.000 Kälber nach Österreich importiert, während 42.000 heimische Tiere lebend exportiert werden, so der ORF.

Österreich importiert pro Jahr 68.000 Kälber aus dem Ausland. Zur gleichen Zeit werden 42.000 heimische Kälber lebend exportiert, was häufig mit Tierleid verbunden ist. In Kärnten soll das Programm „Kalb Rosé“ diese Situation verbessern.

Rosa statt weißes Fleisch aus der Region

Das Fleisch der „Kalb Rosé“-Tiere weist eine rosa Färbung auf und ist nicht weiß. Die Kälber werden bis zu acht Monate mit hochwertigem Futter aufgezogen. Sie stammen aus Kärnten, werden dort verarbeitet und auch verkauft. Lange Transportwege wie bei Import und Export entfallen dadurch, und die heimischen Landwirte erzielen ein besseres Einkommen, bestätigt Paul Botthoff, Landwirt aus Radweg bei Feldkirchen.

Botthoff hat seinen Betrieb vor zwei Jahren umgestellt. Er suchte nach einer Möglichkeit, das landwirtschaftliche Einkommen zu steigern und die Arbeit neben seinem Beruf ausführen zu können. Die Haltung von Kalb Rosé ermöglichte es ihm, mehr Tiere einzustellen.

Gastronomie als Hauptabsatzmarkt

Die Gastronomie ist der wichtigste Absatzmarkt für das Kärntner Kalbfleisch. Bereits mindestens 15 Prozent der verkauften Wiener Schnitzel werden mit Kalb Rosé aus Kärnten zubereitet. Das Fleisch wird im Großhandel und beim Schlachthof in Klagenfurt angeboten, erklärt Josef Fradler, Obmann der BVG Kärnten Fleisch. Man wolle ausländische Ware verdrängen. „Wir müssen dorthin, wo die Gastronomie auch einkauft und dort sind wir auch platziert“, so Fradler.

Bei der Anzahl der teilnehmenden Betriebe gebe es noch Potenzial nach oben, es existiere auch eine Landesförderung. Diese sei ein guter Anreiz, so Landwirtschaftskammerpräsident Siegfried Huber. Entscheidend sei es, in den Köpfen der Konsumenten und Wirte zu verankern, wie wertvoll heimisches Fleisch ist, wird betont.

Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3363805/

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