Kärntner Blinden- und Sehbehindertenverband feiert 80 Jahre

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Kärnten beging sein 80-jähriges Bestehen mit einer Feier im Klagenfurter Konzerthaus. Bürgermeister Christian Scheider überreichte dem Verband dabei den Sozialpreis der Stadt.
Im Klagenfurter Konzerthaus wurde das 80-jährige Jubiläum des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Kärnten (BSVK) gefeiert. Im Rahmen der Festveranstaltung erhielt die Organisation den Sozialpreis der Stadt Klagenfurt aus den Händen von Bürgermeister Christian Scheider.
Seit acht Jahrzehnten engagiert sich der Verband für Rechte, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe von blinden und sehbehinderten Menschen in Kärnten. 1946 wurde der BSVK von selbst betroffenen Personen ins Leben gerufen, um die Lebensumstände dieser Menschen nachhaltig zu verbessern.
Meilensteine über acht Jahrzehnte
Der Verband hat über die Jahrzehnte hinweg zahlreiche wichtige Impulse gesetzt. Zu den bedeutenden Errungenschaften zählen die Einführung des Blindengeldes auf Landesebene 1955, die Gründung der Blindenwerkstätte 1964, das Chancengleichheitsgesetz 2009, die Eröffnung der Sehberatung Kärnten 2022 sowie zuletzt das Barrierefreiheitsgesetz 2025.
„Ich bin seit 30 Jahren mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband in Verbindung. Es braucht Menschen wie Euch, die ihre Expertise und Inputs einbringen, damit wir Projekte und Initiativen umsetzen und Euch Infrastrukturen zur Verfügung stellen können, um den Alltag zu erleichtern“, sagte Bürgermeister Scheider. Der Verband sei zudem ein wichtiges Mitglied des Gleichstellungsbeirates der Stadt.
Barrierefreiheit als Ziel
Die Auszeichnung mit dem Sozialpreis würdigt das Engagement und den Einsatz für blinde und sehbehinderte Menschen. Gesellschaftliche und zunehmend auch digitale Veränderungen schaffen neue Rahmenbedingungen für die Arbeit des Verbandes.
Mag. Heinz Pfeifer, Präsident des BSVK, betonte, der Verband wolle weiter begleiten, mitgestalten und Strukturen schaffen, damit Barrierefreiheit und Chancengleichheit in Kärnten selbstverständlich werden.
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