Kaineder gibt Entwarnung bei Google-Rechenzentrum

Oberösterreichs Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) hatte Ende Juli noch vor „enormen Mengen Wasser“ beim geplanten Google-Rechenzentrum in Kronstorf gewarnt. Nun erklärt er gemeinsam mit Experten seines Ressorts, die Auswirkungen seien überschaubar.
Stefan Kaineder zeichnete Ende Juli noch ein kritisches Bild des geplanten Google-Rechenzentrums in Kronstorf. Der grüne Landessprecher warnte öffentlich vor dem hohen Wasserverbrauch der Anlage. Nun präsentiert er eine deutlich andere Einschätzung: Gemeinsam mit Fachleuten aus seinem eigenen Ressort erklärt er, dass keine Beeinträchtigungen von Brunnen zu erwarten seien. Die Erwärmung der Enns sei bereits nach rund einem Kilometer praktisch nicht mehr feststellbar.
Florian Hiegelsberger, Landesgeschäftsführer der OÖVP, spricht von einer „bemerkenswerten politischen Wende“. Zuerst Alarm zu schlagen und dann selbst Entwarnung zu geben, sei ungewöhnlich. Entscheidend seien bei diesem Meilenstein für Oberösterreich aber nicht populistische Schlagzeilen, sondern Fakten. Diese seien nun klar auf den Tisch gelegt worden. Hiegelsberger verweist dabei auf eine Presseaussendung Kaineders vom 28. Juli 2026.
Strenge Prüfung und klare Auflagen
Bei einem Projekt dieser Größenordnung sei eine genaue Prüfung selbstverständlich, betont der OÖVP-Landesgeschäftsführer. Umso wichtiger sei es aber auch, die Ergebnisse dieser Prüfungen ernst zu nehmen. Die Experten aus Kaineders Ressort bestätigten genau das, worauf die ÖVP von Anfang an hingewiesen habe: Es gebe klare gesetzliche Vorgaben, strenge Auflagen, laufende Kontrollen und eine fachliche Prüfung.
Für Hiegelsberger ist damit vor allem eines wichtig: Oberösterreich habe die Chance auf eine Milliardeninvestition und einen wichtigen Standort für Zukunftstechnologie. Solche Projekte bräuchten strenge Regeln und Kontrolle, aber genauso Sachlichkeit. Die Klarstellung aus dem Umweltressort sei daher eine gute Nachricht für das Projekt und für den Standort.
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