Kampwald-Nationalpark und Truppenübungsplatz kooperieren

Mathias FischerMathias Fischer
Bundesheer-Offizier erklärt im Feld bei Wien einer Frau die Lage.
© Frederick Sams / sams-foto.com

Der künftige Nationalpark Kampwald und der Truppenübungsplatz Allentsteig wollen künftig zusammenarbeiten. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Finanzlandesrat Anton Kasser informierten sich vor Ort über die Pläne.

Der Truppenübungsplatz Allentsteig und der geplante Nationalpark Kampwald grenzen unmittelbar aneinander. Bei einem Lokalaugenschein haben sich Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Finanzlandesrat Anton Kasser über den aktuellen Stand der Vorhaben informiert.

Besucherzentrum für Truppenübungsplatz geplant

Die Gemeinden der Region planen gemeinsam mit dem Bundesheer ein Besucherzentrum in Allentsteig. „Zur umfassenden Landesverteidigung gehört es auch, den Truppenübungsplatz herzuzeigen“, sagte Tanner. Das Interesse an Führungen sei enorm, diese seien extrem rasch ausgebucht.

Das Zentrum soll Interessierten Einblicke in die Geschichte des Truppenübungsplatzes, die militärische Nutzung und die ökologische Vielfalt des Areals bieten. Zudem soll es das Stadtzentrum von Allentsteig beleben. Die Gemeinde hat bereits konkrete Leerstände und Liegenschaften im Blick, wo das Zentrum eingerichtet werden könnte.

Nationalpark als Chance für die Region

„Je unsicherer die Zeiten, desto mehr sehen sich die Menschen nach Natur und Heimat“, erklärten Pernkopf und Kasser. Beide Projekte hätten hohes Potenzial für die Region. Der Kampwald sei ein einzigartiges Naturjuwel mit seltenen Arten und urtümlichen Baumriesen.

Ein Nationalpark sei eine Chance für Tourismus, lokale Wirtschaft und die Gemeinden, die beachtliches Engagement zeigten. Der Bund hat für die Entwicklung bereits finanzielle Unterstützung bereitgestellt. Derzeit werden erste Bereiche im Dobratal gesichert.

Abstimmung der Projekte vereinbart

Die Bürgermeister Karl Elsigan und Georg Marksteiner unterstützen die Bestrebungen. „Heute entsteht ein Bündnis, um diese Leuchtturmprojekte gemeinsam entwickeln zu können“, sagten sie. Die Projekte würden sich positiv für die Region und das ganze Waldviertel auswirken.

Vor Ort wurde mit den Gemeinden sowie Vertretern des Truppenübungsplatzes und der Windhagschen Stipendienstiftung, die großer Grundeigentümer im Kampwald ist, vereinbart, die Projekte aufeinander abzustimmen. Der Übungs- und Schießbetrieb am Truppenübungsplatz hat weiterhin Vorrang und wird durch den benachbarten Nationalpark nicht eingeschränkt.

Der Nationalpark soll nicht nur Fauna und Flora schützen, sondern die Gesamtheit der Region mitbewerben – von den Kampseen über regionale Ausflugsziele bis zum benachbarten Truppenübungsplatz. Beide Projekte zusammen sollen die regionale Wertschöpfung stärken und einen wertvollen Impuls zur Regionalentwicklung im Waldviertel bilden. „Wir werden gute Nachbarn sein“, waren sich alle einig.

Quelle: OTS

Worüber spricht Zwettl morgen?

Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.