Kapfenberg Bulls starten mit Supercup in BSL-Saison

Pia ProdingerPia Prodinger
Basketball fliegt in den Korb im Sportzentrum.
© Pixabay / Pexels (Symbolbild)

Die Kapfenberg Bulls eröffnen am Samstag die Basketball-Superliga mit dem Supercup gegen Cupsieger Flyers Wels. Der Titelverteidiger peilt den neunten Meistertitel der Vereinsgeschichte an.

Die Kapfenberg Bulls gehen am Samstag (14 Uhr, live ORF Sport+) mit klaren Ambitionen in die neue Saison der Männer-Basketball-Superliga (BSL). Zum Auftakt empfangen die Steirer die Flyers Wels im Supercup – beide Mannschaften können sich damit bereits den ersten Titel der Spielzeit sichern.

„Wir spielen zu Hause und müssen bereit sein, diese Chance zu nutzen“, erklärte Kapfenberg-Coach Klym Artamonov. Die Vorbereitung verlief vielversprechend: In der European North Basketball League besiegten die Bulls am Mittwoch die Lausanne Foxes mit 94:71. Artamonov sieht sein Team „auf dem richtigen Weg“.

Vier neue US-Importspieler im Kader

Personell hat sich bei den Steirern einiges verändert. Mit Mwani Wilkinson, Jalen Cooper, Alec Oglesby und Zacheus Darko-Kelly kamen vier US-Importspieler, die unter anderem den Abgang von MVP Andrew Jones kompensieren sollen. Zusätzlich wurde mit Daniel Köppel ein ehemaliger Kapfenberg-Nachwuchsspieler von Oberwart verpflichtet.

„Als Titelverteidiger hast du die gesamte Saison hindurch die Zielscheibe am Rücken. Jeder will im Duell mit dir noch einmal mehr geben“, sagte Köppel. Artamonov ergänzte: „Es spielt keine Rolle, was in der Vergangenheit passiert ist. Du musst der Jäger bleiben, sonst wirst du zum Gejagten.“

Wels setzt auf weniger Importspieler

Die Flyers Wels haben einen Umbruch hinter sich und setzen auf einen Importspieler weniger als zuvor. „Die letzten drei Jahre waren natürlich mit den zwei Pokalsiegen sehr, sehr erfolgreich. Ähnliches heuer zu erreichen, wird schwierig“, sagte Coach Sebastian Waser, der in seine neunte Saison bei den Oberösterreichern geht. Das Ziel sei es, die Play-offs über die Top sechs zu erreichen.

Im Supercup sieht sich Wels als absoluter Underdog. „Kapfenberg ist das zweite Jahr in Folge international im Einsatz, hat dementsprechend einen Kader aufgestellt, mit dem wir nicht mithalten können“, erläuterte der Coach.

Oberwart mit neuem Trainer

Oberwart war in der Finalserie mit einem 2:0-Vorsprung nahe am Titelgewinn, gab diesen aber noch aus der Hand. Der personell stark veränderte Vizemeister gilt unter Neo-Trainer Stefan Grassegger erneut als Titelanwärter. Zum Rundenabschluss am Sonntag gastiert Oberwart bei den Swans Gmunden.

Die Dukes Klosterneuburg müssen das verletzungsbedingte Karriereende von Sylven Landesberg verkraften, verzichteten aber auf Ersatz. Zum Auftakt empfangen sie die Eisenstadt Dragonz.

Weitere Partien am Wochenende

Ebenfalls am Samstag treffen die Traiskirchen Lions auf BC Vienna. Die Wiener konzentrieren sich vorrangig auf die Adriatic League und den FIBA Europe Cup. Mit Spannung erwartet wird der Erstauftritt der Kufstein Towers gegen UBSC Graz – dank einer Wildcard hat Tirol nach 24 Jahren wieder einen Oberhaus-Teilnehmer. Die Fürstenfeld Panthers sind nicht mehr dabei, nachdem sie im Frühjahr ihr Lizenzansuchen zurückgezogen hatten. SKN St. Pölten ist in der ersten Runde spielfrei.

Modus und Übertragung

Der Modus bleibt unverändert: Nach dem Grunddurchgang folgen die Platzierungsrunde (Erster bis Sechster) sowie die Qualifikationsrunde (Siebenter bis Elfter), in der die letzten zwei Play-off-Teilnehmer ermittelt werden. Alle Begegnungen werden live auf basketballaustria.tv übertragen. Die BSL umfasst elf Teams.

Klosterneuburg Favorit bei den Frauen

Zeitgleich startet auch die Frauen-Superliga in die neue Spielzeit. Titelverteidiger Klosterneuburg gilt trotz des Abgangs von MVP Sigrid Koizar zu den Vienna Timberwolves erneut als Favorit. Erster Verfolger bleibt UBI Graz. Mit den Danubz Linz nimmt ein achter Verein an der Meisterschaft teil.

Quelle: APA

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