Karies bei Kindern in Salzburg stark zurückgegangen

Die Zahngesundheit von Kindern im Bundesland Salzburg hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich verbessert. Aktuell weisen 46 Prozent der Sechs- und Siebenjährigen Karies-Schäden auf, vor 20 Jahren waren es noch mehr als zwei Drittel, so der ORF.
Der Arbeitskreis für Vorsorgemedizin AVOS führt seit 40 Jahren ein Vorsorgeprogramm in Salzburger Kindergärten durch, um bereits den Jüngsten die korrekte Zahnpflege beizubringen. Nach Angaben von AVOS werden durch das Programm jährlich 40.000 Kinder erreicht.
Die jüngste Zahnstatuserhebung zeigt einen deutlichen Rückgang der Karies-Erkrankungen. Während vor zwei Jahrzehnten noch über zwei Drittel der sechs- und siebenjährigen Kinder in Salzburg von Karies betroffen waren, liegt der Anteil mittlerweile bei weniger als der Hälfte.
Milchzahnpflege mit langfristiger Wirkung
Die Vermeidung von Karies bei Milchzähnen habe lebenslange positive Auswirkungen, betont Elisabeth Hauch, ärztliche Leiterin des Vorsorgeprogramms. Die Zahnärztin warnt vor Folgeschäden: „Auch wenn die Kinder dann bereits bleibende Zähne oder noch Milchzähne haben, kann es sein, dass aufgrund von Kontakt der Karies vom Milchzahn auch auf den bleibenden Zahn übergreift und auch dort Karies entsteht.“
Bei stark kariösen Milchzähnen und Entzündungen, die bis auf den Knochen reichen, könne es laut Hauch auch zu Schädigungen der bleibenden Zähne kommen.
WHO-Ziel noch nicht erreicht
Trotz der deutlichen Verbesserung in den vergangenen Jahrzehnten bleibt noch Handlungsbedarf. Besonders zuckerhaltige Limonaden und die bei Kindern beliebten „Quetschis“ begünstigen die Entstehung von Karies. Von der Zielvorgabe der WHO, wonach nur ein Fünftel aller Sechs- und Siebenjährigen Karies haben sollte, ist Salzburg noch deutlich entfernt.
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