Karikaturmuseum Krems startet drei neue Ausstellungen

Mathias FischerMathias Fischer
25 Jahre Jubiläum: Ausstellungen von Gerhard Haderer, NEINhorn und Fem*flixt! ab 18. Juli
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Das Karikaturmuseum Krems eröffnet am 18. Juli drei neue Schauen zum 25-jährigen Bestehen. Gezeigt werden Werke von Gerhard Haderer, das NEINhorn von Marc-Uwe Kling und Astrid Henn sowie feministische Satire von Astrid Langer und Judith Lava.

Zum 25-jährigen Jubiläum präsentiert das Karikaturmuseum Krems ab 18. Juli drei neue Ausstellungen. Den Besucherinnen und Besuchern wird am Eröffnungstag den ganzen Tag über freier Eintritt geboten. Das Programm umfasst ein Family Factory Spezial, ein Bilderbuchkino mit Lesung zum NEINhorn, eine Signierstunde mit Gerhard Haderer, Judith Lava und Astrid Langer sowie Führungen.

„25 Jahre Karikaturmuseum Krems sind für uns Anlass, die Vielfalt von Karikatur und Satire zu feiern. Ein besonderer Knaller ist die Rückkehr von Gerhard Haderer nach Krems: Erstmals zeigen wir einen Großteil seiner beeindruckenden Ölbilder. Mit dem NEINhorn bieten wir einen Schwerpunkt für die ganze Familie, während 'Fem*flixt!' von Astrid Langer und Judith Lava mit Witz und Scharfsinn einen feministischen Blick auf Satire wirft“, erklären Direktor Gottfried Gusenbauer und Kuratorin Anna Steinmair.

Haderer-Retrospektive zum 75. Geburtstag

Mit der Jubiläumsschau „Dieser HADERER“ kehrt der Satiriker zehn Jahre nach seiner letzten Einzelausstellung ins Museum zurück. Anlässlich seines 75. Geburtstags wird der in Leonding bei Linz geborene Künstler als einer der bedeutendsten satirischen Zeichner im deutschsprachigen Raum gewürdigt. Die Schau präsentiert Haderer als kompromisslosen Satiriker, der mit feiner Ironie und bitterer Komik die Absurditäten der Zeit entlarvt – von digitaler Selbstverliebtheit bis zu politischer Heuchelei.

Zu sehen sind Originalzeichnungen aus seinem kontroversen Buch „Das Leben des Jesus“ aus den Landessammlungen Niederösterreich, die seinen kritischen Blick auf kirchliche Machtstrukturen verdeutlichen. Als Besonderheit werden seine fotorealistischen Ölgemälde erstmals beinahe in ihrer Gesamtheit gezeigt. Die Bilder führen durchs Jahr – vom saftig grünen Wiesenstück über Laubbläser im Herbst bis zu winterlichen Schneebrunzern. Auch Haderers Engagement für künstlerischen Widerstand wird mit der „Schule des Ungehorsams“ und dem „Kaktus Cartoon Award“ sichtbar.

NEINhorn-Schwerpunkt für Familien

Dem Publikumsliebling „Das NEINhorn“ von Marc-Uwe Kling und Astrid Henn widmet das Museum eine Familientour und eine Ausstellung. Familien erwartet ein vielfältiger Einblick in die im Carlsen Verlag erschienene Kinderbuchreihe: Gezeigt werden Texte und rund 30 Illustrationen aus den drei Büchern „Das NEINhorn“, „Das NEINhorn und der Geburtstag“ und „Das NEINhorn und die SchLANGEWEILE“. Farbige Vorzeichnungen und Schwarz-Weiß-Skizzen geben Einblick in den Entstehungsprozess.

Vielfältige Mitmach-Stationen laden zum Eintauchen in die fantasievolle Welt ein. Von einem gemütlichen Lesesofa über eine grüne Teppichwiese mit rosaroten Sitzfelsen, Hörbücher gelesen von Marc-Uwe Kling, eine Herzwald-Wand zum Mitgestalten, das „Schleiterspiel“ im Großformat bis zum „Turm der totalen Tristesse“ entfaltet sich eine Erlebniswelt, in der Wortwitz, Kreativität und gemeinsames Entdecken im Mittelpunkt stehen.

Feministische Satire von Langer und Lava

Die künstlerische Zusammenarbeit „Fem*flixt!“ von Astrid Langer und Judith Lava knüpft als ergänzender Exkurs an die satirische Gesellschaftskritik von Gerhard Haderer an und erweitert diese um aktuelle weibliche Perspektiven. Zwischen Einhornhorde, Zentaurin-Skulptur, rebellischer Dachziegl und Kunstfigur Lili eröffnen die beiden Künstlerinnen überraschende Perspektiven auf Rollenbilder, Klischees und gesellschaftliche Erwartungen.

Mit Humor, Selbstironie und Satire zeigen Langer und Lava, dass Feminismus nicht belehrend sein muss, um zu wirken. Alle drei Ausstellungen sind bis 30. Juni 2027 zu sehen. Die Signierstunde mit den Künstlerinnen und Künstlern findet am 18. Juli von 12.30 bis 13.30 Uhr statt.

Quelle: OTS

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