KELAG machte 353 Millionen Euro Gewinn im Vorjahr

Der Kärntner Landesenergieversorger KELAG erzielte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 353 Millionen Euro. Laut einer Studie des Momentum Instituts haben sich die Gewinne der Landesenergieversorger in Österreich seit der Energiekrise verdoppelt, so der ORF.
Der Kärntner Landesenergieversorger KELAG hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 353 Millionen Euro erwirtschaftet. Das geht aus einer Studie des Momentum Instituts hervor. Alle österreichischen Landesenergieversorger zusammen kamen auf eine Gewinnsumme von zwei Milliarden Euro.
In den vier Jahren vor der Energiekrise lag der durchschnittliche Jahresgewinn der Landesenergieversorger bei rund einer Milliarde Euro. Die Gewinne haben sich somit verdoppelt. Die KELAG konnte ihre Gewinne in der Krisenzeit sogar verdreifachen.
Kritik an anhaltenden Übergewinnen
Leonard Jüngling, Ökonom am Momentum Institut, übte Kritik an der Entwicklung. „Wer mit kritischer Infrastruktur über Jahre Milliarden an Übergewinn macht, kann nicht so tun, als wäre das ein normales Marktergebnis, das wir 2025 sehen“, sagte er. Die Gewinnspitzen der Rekordjahre würden zwar langsam abflachen, aber Übergewinne von rund einer Milliarde Euro in einem einzigen Jahr seien keine Rückkehr zur Normalität. Die Energiekrise wirke für viele Versorger weiterhin wie ein Gewinnmotor.
Jüngling verwies auf die Auswirkungen hoher Energiepreise auf alle Wirtschaftsbereiche. Diese hätten auch die Inflation angetrieben. „Zum Beispiel haben die hohen Energiepreise dafür gesorgt, dass die Mieten angehoben wurden. Die hohen Mietpreise haben wiederum die Inflation angehoben und so hatten wir einen Kreislauf, der sich immer weitergezogen hat“, erklärte der Ökonom.
KELAG verweist auf Investitionen
Die KELAG reagierte auf die Kritik und betonte, dass auch die Investitionen im Vergleich zum Vorkrisenniveau verdreifacht worden seien. Diese würden die Versorgungssicherheit sowie die Energieunabhängigkeit Kärntens gewährleisten. Das Unternehmen zähle weiterhin zu den günstigsten Anbietern.
Im Vergleich zu anderen Landesenergieversorgern habe man die Tarife für Bestandskunden später und in geringerem Ausmaß erhöht. Seit 2023 habe die KELAG die Tarife bereits viermal vergünstigt, hieß es vom Unternehmen.
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