Kepler Uniklinikum setzt auf neues Elektronenmikroskop

Die Neuropathologie am Neuromed Campus des Kepler Universitätsklinikums arbeitet seit Mai mit einem modernen Transmissions-Elektronenmikroskop. Das Gerät ermöglicht Vergrößerungen bis zum 150.000-fachen und unterstützt die Diagnostik von Nerven- und Muskelerkrankungen.
Seit Mai 2026 nutzt die Neuropathologie am Neuromed Campus das Modell HT7800 von Hitachi. Das Transmissions-Elektronenmikroskop (TEM) erreicht eine bis zu 150.000-fache Vergrößerung – deutlich mehr als die maximal 1.000-fache Vergrößerung eines Lichtmikroskops.
Einsatz bei Muskel- und Nervenbiopsien
In der diagnostischen Neuropathologie kommt das TEM vor allem bei Muskel- und Nervenbiopsien zum Einsatz. Früher wurden auch Hypophysentumore damit untersucht, bevor die Immunhistochemie eingeführt wurde. In der Pathologie nutzt man elektronenmikroskopische Verfahren hauptsächlich für Nierenbiopsien.
Die Abteilung befasst sich mit der Diagnostik von Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Gewebsuntersuchungen erfolgen auf drei Ebenen: makroskopisch mit bloßem Auge, mikroskopisch mit Lichtmikroskop und Standardfärbungen sowie elektronenmikroskopisch für Detailanalysen.
Moderne Technik erleichtert Befundung
Das neue Gerät verfügt über Kamera- und Fokuseinstellungen, die den aufwendigen Befundungsprozess erleichtern.
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