KI-Gipfel in Graz diskutiert digitale Souveränität

Mona HopfingerMona Hopfinger
KI-Wirkung Europa: EU-Karte mit Sternen, Wirtschaftsgrafiken, Sicherheitsschild, Daten und Finanzprognosen
© Mit KI (Gemini) generiert

Am 11. November trifft sich die KI-Elite an der Uni Graz zum dritten Technology Impact Summit. Im Fokus: Wie Europa im globalen KI-Wettlauf eigene Wege gehen kann.

An der Universität Graz findet am 11. November 2026 der dritte Technology Impact Summit (TIS) statt. Die Veranstaltung widmet sich der Frage, wie Österreich und Europa digitale Souveränität erreichen können, ohne im internationalen Wettbewerb zurückzufallen.

Das Potenzial ist enorm: Eine Studie von Economica beziffert die langfristige Steigerung der Bruttowertschöpfung durch Künstliche Intelligenz in Österreich auf bis zu 18 Prozent – das entspricht rund 72 Milliarden Euro jährlich. Europaweit könnte die zusätzliche Wirtschaftsleistung laut Experten bis zu drei Billionen Euro pro Jahr erreichen.

Timing nach jüngsten KI-Debatten

Markus Fallenböck von der Universität Graz, einer der Initiatoren, sieht den Zeitpunkt als ideal: „Nach den Forderungen führender US-Unternehmen, wegen Superintelligenz-Risiken die KI-Entwicklung zu bremsen sowie stärker zu regulieren, den Sicherheitsvorfällen rund um OpenAI und dem Börsengang von Anthropic: Wo steht Europa in diesen Fragen und welche anderen Chancen ergeben sich?“

Unter dem Motto „Europas digitale Zukunft – zwischen Souveränität, Sicherheit und KI-Wettlauf“ bringt das interdisziplinäre Think-Tank-Event Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie zusammen. Seit der Gründung 2024 hat sich der Summit als zentrale Diskursplattform etabliert, aus der langfristige Strategien und konkrete Kooperationen entstehen.

Hochkarätige Sprecher aus Politik und Wirtschaft

Die Keynote „Europas digitale Zukunft“ hält Agnes Heftberger von Microsoft. Politisch vertreten sind Landesrat Willibald Ehrenhöfer (Land Steiermark), Sektionschef Elmar Pichl (Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung) sowie Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll.

In einer Diskussionsrunde mit Moderatorin Katrin-Cécile Ziegler debattieren Philipp Amann (Europäische Zentralbank), Daniel Keinrath (fonio), Georg List (AVL List), Stefan Mangard (TU Graz) und Hannah Wundsam (AustrianStartups), wie Europa das globale Rennen gestalten könnte.

Ob Europas Souveränität Traum oder Wirklichkeit ist, verhandeln Philipp Töbich (SAP) und Christian Winkelhofer (Accenture) in einer „Near Future Debate“. Zukunftsforscher Tristan Horx wirft den Blick ins Morgen.

Praxiseinblicke durch Lightning Talks

Kompakte „Lightning Talks“ liefern Einblicke aus der unternehmerischen und wissenschaftlichen Praxis. Beteiligt sind unter anderem CANCOM, DaphOS.ai, Experts Inside, EY, MANZ, Taceo sowie die vier Trägerinstitutionen.

Der Technology Impact Summit ist eine Initiative der Universität Graz, Technische Universität Graz, JOANNEUM RESEARCH und FH JOANNEUM. Das Format setzt auf prägnante Diskussionen im „Oxford Style“ und kurze Präsentationen von Use Cases.

Quelle: https://www.uni-graz.at/de/neuigkeiten/technology-impact-summit-schlaegt-bruecken-zwischen-wissenschaft-und-wirtschaft

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