KI in der Medizin: Vorträge in Graz zeigen Potenziale

Mona HopfingerMona Hopfinger
Graz: Künstliche Intelligenz in Medizin, Pathologie, Kardiologie, digitale Herz-Zwillinge
© Mit KI (Gemini) generiert

Zwei Experten der Medizinischen Universität Graz beleuchten am 23. November, wie Künstliche Intelligenz Diagnosen, Therapien und Forschung verändert. Die Wirtschaftsabteilung der Stadt lädt gemeinsam mit BioTechMed-Graz zur Veranstaltung.

Wie Künstliche Intelligenz die Gesundheitsversorgung prägt und welche Möglichkeiten sich für Forschung und Wirtschaft ergeben, erläutern Univ.-Prof. Dr. Kurt Zatloukal und Univ.-Prof. Dr. Gernot Plank in zwei Vorträgen. Die Veranstaltung findet am Montag, 23. November 2026, von 18 bis 20 Uhr im Lendhafen (Lendkai 17, 8020 Graz) statt. Einlass ist ab 17.30 Uhr. Organisiert wird der Abend von der Wirtschaftsabteilung der Stadt Graz zusammen mit BioTechMed-Graz, einer Forschungskooperation der Universität Graz, der Technischen Universität Graz und der Medizinischen Universität Graz.

Von Pathologie bis Kardiologie

Kurt Zatloukal ist Pathologe an der Medizinischen Universität Graz und ehemaliger Leiter des Diagnostic and Research Center for Molecular Biomedicine. Er koordinierte die europäische Biobanken-Infrastruktur BBMRI und gründete das Start-up Zatloukal Innovations GmbH. Sein Vortrag trägt den Titel „Künstliche Intelligenz in der Medizin: Von der Forschung zur Anwendung“. Darin geht es um den Einsatz von KI in der Pathologie, um regulatorische Anforderungen und um die Entwicklung internationaler Standards zur Qualitätsbewertung von KI-Systemen.

Gernot Plank lehrt computergestützte Kardiologie an der Medizinischen Universität Graz. Zuvor forschte er über ein Jahrzehnt an der Johns Hopkins University und der University of Oxford. Mit Computersimulationen untersucht er die Funktion des menschlichen Herzens, Krankheitsentstehung und Therapiewirkungen. Er ist Mitgründer der Grazer NumeriCor GmbH, deren Technologien weltweit in der Medizintechnik zum Einsatz kommen. Sein Vortrag „Digitale Kardiologie: Mit KI und digitalen Herzzwillingen zu präziserer Diagnostik, wirksameren Therapien und innovativen Behandlungsmöglichkeiten“ zeigt, wie digitale Herzzwillinge individuelle Herzfunktionen virtuell abbilden und Therapien am Computer getestet werden können.

Anmeldung erforderlich

Moderiert wird die Veranstaltung von Mag. Reinhard Hochegger (Wirtschaftsservice & Standortentwicklung). Die Teilnehmerzahl ist auf 90 Personen begrenzt. Anmeldungen sind per E-Mail an wirtschaft@stadt.graz.at möglich.

BioTechMed-Graz bündelt Forschung an der Schnittstelle von Biomedizin, Technologie und Medizin. Zu den Zielen zählen die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, exzellenter Forschungsprojekte und gemeinsamer Infrastruktur sowie der interdisziplinäre Austausch in vier Fachbereichen.

Quelle: https://www.graz.at/cms/beitrag/10475216/8145153/Auf_zu_neuen_Ufern_Reloaded.html

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