KI-Kongress bringt internationale Experten nach Salzburg

Pia ProdingerPia Prodinger
Zwei Männer in weißen Kitteln vor einer bunten Skyline von Salzburg, Österreich
© SALK

Am 11. und 12. September 2026 findet in Salzburg der Kongress „D4 – Data Driven Digital Diagnostics“ statt. Fachleute aus Medizin, Datenwissenschaft, Gesundheitspolitik, Recht und Industrie diskutieren über Künstliche Intelligenz, Gesundheitsdaten und digitale Diagnostik.

Die zweitägige Veranstaltung wird von a.o. Univ.-Prof. Dr. Janne Cadamuro, Leiter des Universitätsinstituts für Medizinisch-Chemische Labordiagnostik und Medizinischer KI-Beauftragter der SALK, federführend organisiert. Als Co-Organisator fungiert Univ.-Prof. Dr. Klaus Hergan, Vorstand des Universitätsinstituts für Radiologie. Zum internationalen Organisationsteam zählen weiters Dr. Georg Zimmermann, Leiter Biostatistics & Big Medical Data an der PMU und Forscher am IDA Lab der PLUS, der Schweizer Labormediziner Wolfgang Korte sowie Anna Carobene und Andrea Padoan aus der Arbeitsgruppe für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz des europäischen Dachverbands für Klinische Chemie und Labormedizin.

Verantwortungsvoller Umgang mit Gesundheitsdaten im Fokus

„Entscheidend ist nicht mehr allein, was mit Künstlicher Intelligenz technisch möglich ist. Die zentrale Frage lautet, wie wir Gesundheitsdaten verantwortungsvoll nutzen und neue Technologien so in den klinischen Alltag integrieren, dass daraus ein konkreter Nutzen für Patientinnen und Patienten entsteht“, betont Institutsvorstand Cadamuro. Dafür müssten Medizin, Datenwissenschaft, Technik, Recht und Gesundheitspolitik miteinander sprechen. Mit D4 werde dafür eine Plattform geschaffen.

Der Kongress widmet sich konkreten Anwendungen von KI und datenbasierter Diagnostik in der medizinischen Praxis. Auf dem Programm stehen unter anderem der Einsatz von KI in Labormedizin und Radiologie, klinische Entscheidungsunterstützung, die Nutzung großer Gesundheitsdatenbestände sowie rechtliche Rahmenbedingungen, Datenschutz und Cybersecurity.

Institutsvorstand Hergan erklärt: „Gerade die diagnostischen Fächer verfügen über enorme Mengen an Daten, die für die Weiterentwicklung der Medizin wertvoll sind.“ Entscheidend sei, diese Möglichkeiten sicher, sinnvoll und konsequent aus der Perspektive der Patientinnen und Patienten zu nutzen.

Hochkarätige Vortragende aus Europa und Nordamerika

Das internationale Programm bringt hochkarätige Vortragende nach Salzburg. Dazu zählen unter anderem Eric Sutherland, Senior Health Economist der OECD, sowie Prof. Evis Sala, Gesundheitsministerin Albaniens und Professorin für Radiologie. Weitere Expertinnen und Experten berichten über bereits umgesetzte KI-Anwendungen, den Einsatz von Gesundheitsdaten und internationale Erfahrungen mit digitalen Diagnoseverfahren.

Neben Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen stehen praktische Anwendungsbeispiele und der fachübergreifende Austausch im Mittelpunkt. Ziel ist es, Erfahrungen aus bestehenden Projekten zu teilen, unterschiedliche Disziplinen zusammenzubringen und Impulse für die weitere Anwendung von KI in der Medizin zu setzen.

Die Veranstaltung findet an der Natur- und Lebenswissenschaftlichen Fakultät der Paris Lodron Universität Salzburg, Hellbrunner Straße 34, statt. Sie steht unter der Schirmherrschaft der österreichischen, deutschen, schweizer und europäischen Laborgesellschaft, der österreichischen Radiologiegesellschaft sowie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.d42026.com.

Quelle: https://presse.salk.at/news-internationale-ki-expertise-trifft-sich-in-salzburg?id=246922&menueid=21350&l=deutsch

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