KI-Sortieranlage für Äpfel in Krems in Betrieb genommen

An der Wein- und Obstbauschule Krems wurde das Obstcenter heuer umfassend erneuert. Kernstück ist eine KI-gestützte Sortieranlage, die während der laufenden Apfelernte zum Einsatz kommt.
Die Wein- und Obstbauschule Krems hat ihr Obstcenter in diesem Jahr modernisiert. Im Zentrum der Erneuerung steht eine KI-gestützte Obstsortieranlage, die bei der aktuellen Apfelernte erstmals eingesetzt wird. Die Investition soll die landwirtschaftliche Ausbildung in Niederösterreich auf ein neues Niveau heben.
Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) unterstreicht die Bedeutung der Anschaffung: „Moderne Landwirtschaft braucht moderne Ausbildung. Mit dieser Anlage zeigen wir, dass unsere Fachschulen nicht nur mit der Entwicklung Schritt halten, sondern sie aktiv mitgestalten.“ Die Schülerinnen und Schüler würden hier den direkten Umgang mit modernster Agrartechnologie lernen, die künftig auf den Betrieben Standard sein werde.
Praxisnähe und Innovation im Fokus
Direktor Dieter Faltl bezeichnet die Investition als wichtigen Meilenstein für den Schulstandort. Die Anschaffung sei weit mehr als ein technisches Upgrade – sie sei ein klares Signal an die Schülerinnen und Schüler, dass man sie bestmöglich auf die Anforderungen des Marktes vorbereiten wolle. Praxisnähe und Innovation gehörten zusammen.
Vollautomatische Klassifizierung nach Qualitätsmerkmalen
Obstbaulehrer Bernhard Dirnberger erläutert die Funktionsweise: Die Anlage klassifiziere Äpfel und anderes Obst vollautomatisch nach Größe, Gewicht, Farbe und Qualitätsmerkmalen – schonend, präzise und ohne manuelle Sortierung. Eine integrierte Kamera erfasse rund 40 Bilder pro Apfel und erkenne etwa Beschädigungen. Dadurch sei auch eine Trennung nach Verwendungszweck möglich – etwa für Saft- oder Frischobstvermarktung.
Quelle: OTS
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