KI-Sprachbot beantwortet Fragen zu Verkehrsstrafen

In Kärnten wurde ein digitaler Sprachassistent vorgestellt, der automatisch Auskünfte zu Verkehrsstrafen gibt. Das System versteht Dialekte und mehrere Fremdsprachen, so Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) bei der Präsentation in Hermagor.
Die Bezirkshauptmannschaft Hermagor hat einen KI-gestützten Sprachbot in Betrieb genommen. Das Motto des Projekts laute „nicht weniger Mensch, sondern mehr Zeit“, erklärte Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) bei der Vorstellung. Der automatisierte Assistent beantwortet Fragen zu Verkehrsstrafen, etwa zu Zahlungsfristen oder den Folgen bei Nichtzahlung.
Der digitale Helfer ist mit Künstlicher Intelligenz ausgestattet und kann sowohl Dialekte als auch mehrere Fremdsprachen verstehen. Anfragen, die komplexer sind, leitet das System automatisch an die zuständigen Mitarbeiter weiter.
Testphase mit über 1.850 Anrufen
Bei der Präsentation wurde betont, dass der Sprachbot keine Entscheidungen fällt. „Sobald eine komplexe, individuelle, rechtliche Beurteilung erforderlich ist, übernehmen selbstverständlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Fellner. Die KI übernehme „ausschließlich routinierte Arbeiten“.
Seit dem Start am 1. Mai 2026 durchlief der Sprachbot eine intensive Testphase. Mehr als 1.850 Anrufe mit einer durchschnittlichen Dauer von zwei Minuten wurden bereits abgewickelt.
500.000 Akte jährlich in Kärnten
In Kärnten werden jährlich rund 500.000 Akte allein im Verwaltungsstrafbereich bearbeitet. Ein Drittel dieser Verfahren hat Auslandsbezug, die Strafen gehen weltweit hinaus. Die Erledigungsquote liegt bei über 85 Prozent.
Neben Geschwindigkeitsdelikten bearbeitet die BH Hermagor sämtliche Mautverfahren sowie Parkdelikte mit und ohne Auslandsbezug. Heuer werden dabei rund 17 Millionen Euro erwirtschaftet.
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