KI überwacht Wasserversorgung in Neuhaus

Eine Südkärntner Gemeinde setzt auf digitale Überwachung ihrer Quellen und des Verbrauchs. Das Pilotprojekt „WasserRadar Kärnten“ analysiert die Daten mit Künstlicher Intelligenz, um die Versorgung angesichts des Klimawandels zu sichern.
Neuhaus nutzt Echtzeitdaten, um seine Trinkwasserversorgung zu optimieren. Die kleine Gemeinde in Südkärnten erfasst ihre Quellen und den Verbrauch digital und lässt die Informationen nun im Rahmen eines Pilotprojekts durch Künstliche Intelligenz auswerten. Ziel ist es, angesichts von mehr privaten Pools und Wetterextremen Probleme rasch zu erkennen und die Versorgung besser zu planen.
Das System hat sich bereits bewährt: Ein Rohrbruch in einem Haus konnte erkannt werden, während der Besitzer auf Urlaub war. Das Wasser wurde abgeschaltet und größerer Schaden verhindert, wie Bürgermeister Patrick Skubel (SPÖ) am Mittwoch vor Journalisten erklärte. Er erhofft sich von der KI-gestützten Optimierung niedrigere Betriebskosten, Ressourcenschonung und eine gezieltere Bedarfsplanung. Auch für Bebauungspläne und Investitionen in die Infrastruktur soll das System eine fundierte Grundlage liefern. „Wir dürfen nicht erst bei Wasserknappheit reagieren“, betonte Skubel.
175.000 Euro für Pilotprojekt
Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger (SPÖ) verwies darauf, dass Kärnten prinzipiell genug Wasser habe. Längere Trockenperioden könnten jedoch regional und zeitlich zu Engpässen führen, sagte sie am Mittwoch vor Journalisten. Ihr Gemeindereferat finanziert das Projekt „WasserRadar Kärnten“ mit 175.000 Euro.
Umgesetzt wird das Vorhaben vom Software Competence Center Hagenberg, unterstützt von der Hochschule Campus Wien und weiteren Partnern. Bis Jahresende soll ein erster Leitfaden für andere Kommunen vorliegen. Geplant ist unter anderem ein Bürgerportal, das Informationen zum eigenen Wasserverbrauch bereitstellt und bei ungewöhnlichen Werten oder Versorgungsengpässen warnt.
Quelle: APA
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