Kirchenglocken läuten in Salzburg gegen den Hunger

Am Freitag, dem 31. Juli, erklingen um 15 Uhr in Salzburg und im Tiroler Unterland über 300 Kirchenglocken für fünf Minuten. Die Aktion soll auf die weltweite Hungerkatastrophe aufmerksam machen.
Am 31. Juli um 15 Uhr werden im gesamten Bundesland Salzburg sowie im Tiroler Unterland mehr als 300 Kirchenglocken für fünf Minuten läuten. Das Läuten zur Sterbestunde Jesu soll ein Zeichen gegen den Hunger setzen. Weltweit haben hunderte Millionen Menschen nicht genug zu essen, Kinder sind besonders betroffen. Kriege, Krisen und Klimaextreme verschärfen die humanitäre Katastrophe zusätzlich.
Weihbischof Hansjörg Hofer aus Salzburg betont, dass das Glockenläuten Christinnen und Christen dazu aufrufe, hinzuhören und hinzusehen. „Das Läuten erinnert uns daran, dass Millionen Menschen weltweit nicht genug zum Leben haben und täglich Menschen an den Folgen von Hunger sterben“, so Hofer. Der Auftrag der Kirche sei es, nicht wegzuschauen und den Beitrag zu leisten, damit Menschen in Würde leben können.
Caritas ruft zu Solidarität auf
Andrea Schmid, Direktorin der Caritas Salzburg, erklärt, dass Hilfe dort, wo sie gebraucht wird, zum Selbstverständnis und zur Tradition gelebter Nächstenliebe gehöre. Das österreichweite Glockenläuten mache auf das Leid unzähliger Menschen aufmerksam und lade dazu ein, Verantwortung zu übernehmen und Hoffnung zu schenken.
Die Salzburger Caritas unterstützt seit Jahrzehnten Syrien, den Libanon und Ägypten. Verschiedenste Krisen, Kriege und Katastrophen treffen die Menschen in diesen Ländern besonders hart. Kurt Sonneck, Direktor der Caritas Salzburg, betont, dass mit dem Glockenläuten ein hörbares Zeichen der Solidarität gesetzt werde. Konkrete Hilfe vor Ort sei dringend nötig, damit Familien auch in schwierigsten Zeiten eine Perspektive haben.
Die überlebenswichtige Hilfe der Caritas Salzburg sei nur mit Unterstützung von Spenderinnen und Spendern möglich, so Sonneck. Jeder Euro zähle.
Auch die Pfarren der Erzdiözese Salzburg leisten einen Beitrag: Die Kollekte eines Sonntagsgottesdienstes im August wird zugunsten der Caritas Auslandshilfe gespendet.
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