Klaffer feierte 80 Jahre Eigenständigkeit

Mona HopfingerMona Hopfinger
Klaffer am Hochficht 80 Jahre Eigenständigkeit Banner mit Schriftrolle
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Die oberösterreichische Gemeinde Klaffer am Hochficht beging am 11. Oktober das 80-jährige Jubiläum ihrer Wiedererrichtung. Zahlreiche Gäste erlebten trotz kühler Witterung einen Festtag mit Gottesdienst, Grabsegnung und der Benennung eines Platzes nach dem verstorbenen Altbürgermeister.

Am Sonntag, dem 11. Oktober 2026, gedachte Klaffer am Hochficht eines bedeutenden Kapitels der Ortsgeschichte: Vor 80 Jahren wurde die Gemeinde als eigenständige Verwaltungseinheit wiedererrichtet. Trotz kalter und windiger Bedingungen kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher sowie Ehrengäste zur Jubiläumsfeier.

Der Festtag startete mit einem Umzug örtlicher Vereine vom Gemeindeamt zur Pfarrkirche, wo eine heilige Messe zelebriert wurde. Anschließend begaben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Grab von Norbert Pühringer, das nach einer Restaurierung gesegnet wurde. Die Kulturgemeinschaft Klaffer am Hochficht hatte die Instandsetzung finanziert und umgesetzt.

Pühringer war der erste Pfarrer und erste Ehrenbürger der Gemeinde. Er wirkte maßgeblich am Bau der Pfarrkirche mit und gründete den Heilkräutergarten, der Klaffer bis heute als Kräutergemeinde prägt. Sein Einfluss erstreckte sich über Jahrzehnte auf das religiöse und gesellschaftliche Leben des Ortes.

Platz nach verstorbenem Altbürgermeister benannt

Ein weiterer Programmpunkt führte die Festgesellschaft zum Feuerwehrzeughaus. Dort wurde der „Franz Wagner Platz“ feierlich enthüllt. Die Benennung ehrt den heuer an Krebs verstorbenen Altbürgermeister Franz Wagner.

Mit seinem Einsatz und seiner Verbundenheit mit der Gemeinde habe Wagner Klaffer nachhaltig geprägt, hieß es bei der Feier. Der nach ihm benannte Platz soll an sein Wirken erinnern und seinen Verdiensten ein würdiges Andenken bewahren.

Viele Gäste erschienen in traditioneller Klaffegger Tracht mit Jankern und Dirndln und machten damit die Verbundenheit mit der Heimat und dem Brauchtum sichtbar.

Fotoausstellung zeigte historische Entwicklung

Im Feuerwehrzeughaus war eine Fotoausstellung zur Geschichte von Klaffer zu sehen. Historische Aufnahmen boten Einblicke in vergangene Zeiten und zeigten die Veränderungen des Ortes über die Jahrzehnte. Die Ausstellung lud dazu ein, Erinnerungen auszutauschen und die Entwicklung der Gemeinde aus neuen Blickwinkeln zu betrachten.

Den Abschluss bildete ein Frühschoppen mit der Musikkapelle Klaffer. Die Freiwillige Feuerwehr Klaffer organisierte das gesellige Beisammensein mit musikalischer Umrahmung.

Wiedererrichtung nach NS-Zeit

Das Jubiläum erinnert an eine bewegte Zeit in der Geschichte Österreichs. In der NS-Zeit gehörte Klaffer vorübergehend zur Gemeinde Ulrichsberg. Am 1. Oktober 1946 trennte man Klaffer wieder von Ulrichsberg ab. Es wurde erneut eine eigene Gemeinde.
Damals begann politisch und gesellschaftlich vieles neu. Der Zweite Weltkrieg war seit 1945 vorbei. Österreich baute das Land wieder auf, und auch die demokratischen Strukturen entstanden Schritt für Schritt neu. Oberösterreich war nach dem Krieg geteilt: Im Norden lag eine sowjetische, im Süden eine amerikanische Besatzungszone.
Die neue Gemeinde bekam als Startkapital öS 26.300,93. Das waren 29 Prozent des gesamten Vermögens der Gemeinde Ulrichsberg, das bei der Trennung an Klaffer ging.
Das Jubiläum war eine gute Gelegenheit, an dieses Ereignis zu denken und die Entwicklung Klaffers bis heute zu würdigen. Es zeigte auch: Eine Gemeinde lebt von Menschen, die sich mit Herzblut für sie einsetzen und ihre Geschichte mitgestalten.

Quelle: https://www.klaffer.ooe.gv.at/80_Jahre_Wiedererrichtung_der_Gemeinde_Klaffer_am_Hochficht

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