Klagenfurt: Studie zur Stadtquartiersentwicklung

Mona HopfingerMona Hopfinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Stadtsenat hat eine Studie zur Aufwertung des Hauptbahnhof-Viertels beschlossen. Außerdem gibt es neue Digitalförderungen für Betriebe, ein Pop-up-Store-Programm und wichtige Personalentscheidungen.

Die Klagenfurt Marketing GmbH startet eine integrierte Studie zur Entwicklung des Stadtquartiers rund um den Hauptbahnhof. Das beschloss der Stadtsenat auf Antrag von Vizebürgermeister Ronald Rabitsch und Julian Geier.

Seit Inbetriebnahme der Koralmbahn bieten sich neue Chancen für das Bahnhofsviertel. In den ersten neun Monaten stiegen die Ankünfte von Bahnreisenden um rund 29.500. Standortanalysen zeigen vor allem beim Busbahnhof deutliches Entwicklungspotenzial.

Gemeinsam mit Stakeholdern sollen Möglichkeiten in den Bereichen Mobilität, Kultur, Bildung und Soziales untersucht und erste Maßnahmen zur Aufwertung vorbereitet werden. Die Projektkosten betragen 32.000 Euro, durch Förderung reduziert sich der städtische Anteil auf 8.000 Euro.

Digitalisierungsoffensive für Innenstadtbetriebe

Ab November läuft unter dem Titel „Digi//Guides 2.0“ eine neue Digitalisierungsinitiative. Wirtschaftsreferent Julian Geier brachte den Antrag ein. Die Offensive richtet sich primär an die Klagenfurter Innenstadtwirtschaft.

Ziel ist es, Betriebe zukunftsfit zu machen – etwa durch bessere Auffindbarkeit in Suchmaschinen wie Google und höhere Sichtbarkeit auf Social-Media-Plattformen. Auch KI soll unterstützend zum Einsatz kommen. Unternehmer erhalten ein Premium-Ticket im Wert von 1.000 Euro, einlösbar bei einem in Klagenfurt gelisteten Digital- oder E-Commerce-Dienstleister. Die Stadt stellt dafür insgesamt 8.000 Euro bereit.

Pop-up-Stores gegen Leerstand

Ein neues Förderprogramm soll leerstehende Geschäftsflächen in der Innenstadt wiederbeleben und gleichzeitig neue Unternehmensideen fördern. Der Stadtsenat stimmte dem Antrag von Julian Geier zu.

Pop-up-Stores sind temporäre Shops, die sich vorübergehend in leerstehende Räume einmieten. So können Produkte und Märkte getestet werden, ohne große finanzielle Risiken einzugehen. Die Klagenfurt Marketing GmbH definiert geeignete Flächen und stellt diese zur Verfügung. Die Stadt stellt 15.000 Euro bereit.

EU-Forschungsprojekt zu Wohlbefinden

Klagenfurt nimmt mit dem Wohnquartier „hi Harbach“ an einem europaweiten Forschungsprojekt teil. Untersucht wird, wie sich Bewohner in ihrem unmittelbaren Umfeld sicher, aufgehoben oder zugehörig fühlen. Die Ergebnisse können etwa bei der Entwicklung neuer Wohnquartiere genutzt werden.

Vizebürgermeister Ronald Rabitsch und Vizebürgermeister Patrick Jonke brachten den Antrag ein. Da es sich um ein EU-Forschungsprojekt handelt, entstehen der Stadt keine Kosten.

Personalentscheidungen getroffen

Die Leitung der Abteilung Finanzen übernimmt Mag. Marc Schimpel. Er folgt auf Mag. Christoph Wutte und erwies sich im Objektivierungsverfahren als bestgeeigneter Bewerber. Schimpel tritt seinen Dienst zum ehestmöglichen Zeitpunkt an.

Das Büro für Frauen, Chancengleichheit und Generationen wird künftig von Mag.a Schreier-Schmid geleitet. Sie folgt auf Mag. Astrid Malle und war bisher im Bereich Prävention in der Abteilung Gesundheit, Jugend und Familie tätig.

Partnerschaft mit Tuzla geplant

Der Stadtsenat sprach sich grundsätzlich positiv für eine projektbezogene Partnerschaft mit der Stadt Tuzla aus. Assoc.-Prof. Dr. Jasmin Donlic, MA BA BSc, Obmann des Vereins zur Förderung von Städtepartnerschaften, stellte das Vorhaben vor.

Durch die Partnerschaft könnten bestehende Aktivitäten von Unternehmen und Institutionen gebündelt werden. Auch für bosnische Unternehmen würden sich neue Möglichkeiten ergeben. Nun werden genauere Rahmenbedingungen ausgearbeitet.

Volksschule 13 könnte übersiedeln

Die Volksschule 13 Am Spitalberg könnte übersiedeln: auf das Areal der KABEG. Allerdings erst frühestens 2033, wenn das aktuelle Dermatologiegebäude nicht mehr gebraucht wird. Der Stadtsenat traf heute einen Grundsatzbeschluss auf Antrag von Vizebürgermeister Ronald Rabitsch. Aktuelle Schulkinder sind nicht betroffen.

Der Standort der VS 13 wird wegen sanierungsbedürftiger Bausubstanz schon länger diskutiert. Im Rahmen der Errichtung eines Trauma-Orthopädie-Zentrums könnte das Dermatologiegebäude frei werden und für Schulraumnutzung adaptiert werden. Eine grobe Machbarkeitsstudie liegt bereits vor. Der Aufsichtsrat der KABEG ist grundsätzlich offen für die Standortverlegung. Auch eine Zusammenführung der VS 13 mit der VS 15 St. Georgen wird angedacht.

Quelle: https://www.klagenfurt.at/newsroom/pressemitteilungen/news-detailseite/aktuelles-aus-dem-stadtsenat-17

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