Klagenfurt: Bürger wollen mehr Grün statt neuer Straßen

Über 1.000 Klagenfurterinnen und Klagenfurter haben sich an einer Umfrage zum künftigen Mobilitätsplan beteiligt. Die Ergebnisse zeigen klare Prioritäten: sichere Fußwege, bessere Radinfrastruktur und mehr Grünflächen in der Innenstadt stehen ganz oben auf der Wunschliste, so der ORF.
Die Beteiligung an der Befragung sei außergewöhnlich hoch gewesen, betonte Vizebürgermeister Ronald Rabitsch (SPÖ), der in Klagenfurt für Planung zuständig ist. Normalerweise würden solche Erhebungen mit 400 bis 600 Teilnehmenden durchgeführt. Die hohe Rücklaufquote zeige, dass den Menschen ihre Stadt am Herzen liege. Nun gehe es darum, die geäußerten Wünsche auch in die Tat umzusetzen.
Aufenthaltsqualität durch Begrünung steigern
Im Mittelpunkt der Bürgerwünsche stehen sichere Wege für Fußgängerinnen und Fußgänger, eine attraktive Radinfrastruktur sowie mehr Grünflächen im Zentrum. Rabitsch erklärte, es müssten Maßnahmen ergriffen werden, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Dazu gehörten Baumpflanzungen, Begrünungsmaßnahmen, der Ausbau der Radinfrastruktur und ein Geh-Masterplan. Die Ergebnisse deckten sich stark mit seinen persönlichen Ansätzen.
Klare Ablehnung der Ostspange
Neue Straßen wünschen sich die Befragten hingegen nicht. Stattdessen sollten bestehende Verkehrswege saniert werden. Eine große Mehrheit sprach sich auch gegen die Umsetzung der Ostspange aus, einem seit vielen Jahren geplanten Straßenbauprojekt im Osten der Stadt.
Der Stadtsenat beschließt das neue Mobilitätskonzept voraussichtlich im Herbst. Zunächst brauche es die politische Willensbildung, so Rabitsch. Die Fachabteilungen seien derzeit in der finalen Abstimmung. Klagenfurt wolle Vorreiter in der City-Mission werden und als Zukunfts-Stadt auch in EU-Projekten Erwähnung finden. Dafür seien dann auch finanzielle Förderungen zu erwarten.
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