Klagenfurt erforscht Potenzial von Leerständen

Das Forschungsprojekt „NutOpIA“ untersucht ungenutzte Gebäude und Flächen in Klagenfurt. Bis 2. September zeigt eine interaktive Ausstellung am Alten Platz, wie Leerstand für Wohnraum und Klimaschutz aktiviert werden kann.
Eine Ausstellung im Geschäftslokal Alter Platz 5 präsentiert noch bis 2. September die Ergebnisse des Forschungsprojekts „NutOpIA“. Das Projekt untersucht, wie viele Menschen in Klagenfurt leben und arbeiten könnten, wenn bestehende Gebäude und Flächen besser genutzt würden. Die Eröffnung der Ausstellung fand am Freitagvormittag statt.
Das Forschungsvorhaben „NutOpIA“ – Nutzungsoptimierung Innen & Außen – hat Leerstand und Brachen in der Landeshauptstadt ganzheitlich analysiert. In insgesamt drei Testgebieten wurde der Leerstand datenbasiert ermittelt und vor Ort überprüft.
Ursachen und Lösungsansätze
Durch Interviews und Workshops mit Eigentümern und Stakeholdern wurden die Gründe für den Leerstand erforscht. Darauf aufbauend schlägt das Projekt für die jeweiligen Situationen passende Maßnahmen und Instrumente zur Wiedernutzung vor.
„Leerstand ist verschenktes Potenzial – für leistbaren Wohnraum ebenso wie für den Klimaschutz. Mit NutOpIA gibt es nun eine fundierte Datengrundlage, um bestehende Gebäude und Flächen in Klagenfurt besser zu nutzen, statt neue Flächen zu verbrauchen. Die Ausstellung zeigt, welche konkreten Chancen darin für unsere Stadt liegen“, erklärte Klima- und Umweltschutzreferent Vizebürgermeister Patrick Jonke.
Potenzial für Wohnraum und Klimaschutz
Berechnungen zeigen das Potenzial der Wiedernutzung von Leerstand: mehr Einwohner durch zusätzlichen Wohnraum, mehr Raum für wirtschaftliche Tätigkeiten, Einsparung von CO2-Emissionen durch den Wegfall von Neubauten auf der grünen Wiese sowie Kostenersparnisse der öffentlichen Hand bei der Erschließung.
„Klagenfurt wächst von innen nach außen. Das Projekt ‚NutOpIA' liefert uns wertvolle, datenbasierte Einblicke in ungenutzte Potenziale unserer Stadt. Leerstand und Brachen in der inneren Stadt, Waidmannsdorf und St. Ruprecht gezielt zu aktivieren, ist der Schlüssel für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Damit schaffen wir nicht nur dringend benötigten Wohn- und Wirtschaftsraum, sondern sparen gleichzeitig wertvolle Böden, CO2-Emissionen und Erschließungskosten ein. Die Ausstellung lädt alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, diesen spannenden Weg aktiv mitzugestalten“, sagte Stadtplanungs- und Stadtentwicklungsreferent Vizebürgermeister Ronald Rabitsch.
Ausstellung bis Mittwoch geöffnet
Die Ausstellung soll die Forschungsergebnisse für ein breites Publikum erlebbar machen und eröffnet einen Dialograum zwischen Forschung, Verwaltung und Öffentlichkeit. Von Montag (31. August) bis Mittwoch (2. September 2026) jeweils von 16 bis 20 Uhr werden die Forschungsergebnisse am Veranstaltungsort Alter Platz 5 (ehemaliges Porzellanhaus Sakotnik) bei freiem Eintritt präsentiert.
Das Forschungsprojekt „NutOpIA“ Klagenfurt der Stadt Klagenfurt ist eine Kooperation mit der Carinthia University of Applied Sciences (CUAS), welches gefördert wird vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BM IMI). Abgewickelt wird es von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen der Ausschreibung „Technologien und Innovationen für die klimaneutrale Stadt“ (TIKS 2024).
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