Klagenfurt fordert Erhalt der Interventionellen Radiologie

Der Stadtsenat von Klagenfurt hat eine Resolution an Gesundheitslandesrätin Beate Prettner übermittelt. Darin fordert die Stadt konkrete Maßnahmen, um die Interventionelle Radiologie am Klinikum Klagenfurt dauerhaft zu sichern.
Der Stadtsenat der Landeshauptstadt Klagenfurt hat mit Sorge Aussagen zur Kenntnis genommen, wonach bei personellen Engpässen am Klinikum Klagenfurt auf Ärztinnen und Ärzte sowie Versorgungskapazitäten benachbarter Bundesländer zurückgegriffen werden könnte. Nun reagiert die Stadt mit einer Resolution an die zuständige Gesundheitsreferentin des Landes.
„Die medizinische Versorgung der Klagenfurter und auch der Kärntner Bevölkerung in einem derart zeitkritischen und hochspezialisierten Bereich darf nicht strukturell davon abhängig sein, ob in Krankenanstalten anderer Bundesländer gerade ausreichend personelle und technische Kapazitäten verfügbar sind“, erklärt Bürgermeister Christian Scheider den zentralen Beweggrund der Resolution. Er werde nicht nachgeben, bis das Land entsprechende Maßnahmen gesetzt habe.
Fünf konkrete Forderungen an das Land
Die zuständigen Organe des Landes Kärnten werden aufgefordert, gemeinsam mit der KABEG, der Leitung des Klinikums Klagenfurt sowie den betroffenen medizinischen Fachbereichen unverzüglich alle erforderlichen und vertretbaren Maßnahmen zu setzen. Ziel ist der dauerhafte Fortbestand und die volle Funktionsfähigkeit der Interventionellen Radiologie am Klinikum Klagenfurt.
Die konkreten Forderungen an Landesrätin Beate Prettner umfassen fünf Punkte:
- Die notwendigen personellen und organisatorischen Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige und durchgängige Versorgung nachhaltig sicherstellen.
- Alle vertretbaren Möglichkeiten ausschöpfen, um die vorhandenen hochqualifizierten Fachärztinnen und Fachärzte am Standort zu halten sowie erforderlichenfalls weitere Spezialistinnen und Spezialisten für Klagenfurt zu gewinnen.
- Eine nachhaltige Lösung für die bestehenden personellen und strukturellen Herausforderungen erarbeiten und rasch umsetzen.
- Die interventionell-radiologische Versorgung insbesondere bei zeitkritischen medizinischen Notfällen weiterhin am Standort Klagenfurt bestmöglich gewährleisten.
- Von einer dauerhaften Strategie Abstand nehmen, die eine Verlagerung wesentlicher Teile dieser Versorgung auf Krankenanstalten anderer Bundesländer voraussetzt.
Appell an gesundheitspolitische Verantwortung
Der Stadtsenat appelliert mit Nachdruck an die Kärntner Landesregierung und die zuständige Gesundheitsreferentin, ihrer gesundheitspolitischen Verantwortung nachzukommen. Gemeinsam mit allen Beteiligten soll die bestmögliche und nachhaltige Lösung für den Fortbestand der Interventionellen Radiologie am Klinikum Klagenfurt erarbeitet und umgesetzt werden.
Im Mittelpunkt sämtlicher weiterer Entscheidungen müssten der Erhalt der bestehenden medizinischen Expertise, die langfristige Absicherung dieser für Kärnten wesentlichen Versorgungsstruktur und vor allem die bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten stehen. Die Versorgung der Kärntner Bevölkerung in diesem hochspezialisierten und zeitkritischen medizinischen Bereich müsse auch künftig in Kärnten auf höchstmöglichem fachlichem Niveau gewährleistet werden.
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