Klagenfurt kämpft gegen Leerstand in Innenstadt

Mona HopfingerMona Hopfinger
Geschäftslokal mit "Zu Vermieten"-Schild, davor ein Platz mit Brunnen und Menschen
© Mit KI (Gemini) generiert

Immer mehr leere Geschäftslokale prägen das Bild der Klagenfurter Innenstadt, besonders am Alten Platz. Das Stadtmarketing arbeitet an einer Wirtschaftsstrategie, die mehr Wohnraum und Aufenthaltsqualität schaffen soll, so der ORF.

In der Klagenfurter Innenstadt stehen zunehmend Geschäftslokale leer. Besonders auf einer längeren Strecke am Alten Platz zeigt sich derzeit ein trostloses Bild mit leergeräumten Auslagen.

Die Ursachen für den Leerstand seien vielfältig, erklärt Inga Horny, Geschäftsführerin des Stadtmarketing Klagenfurt. Neben Internethandel und hohen Mieten spielten auch große Einkaufszentren auf der grünen Wiese eine Rolle. „Das war ja auch gewollt. Es gibt einen Generationswechsel im Handel im Moment. Also das ist auch so mit ein Thema, dieses Nachfolgethema“, so Horny.

Investitionen in Aufenthaltsqualität geplant

Das Ziel sei es, wieder mehr Leben in die Stadt zu bringen. Dafür brauche es Investitionen in die Aufenthaltsqualität, betont Horny. „Begrünung, Brunnen, also Aufenthaltsqualität in der Stadt. Das sieht man auch an anderen Städten. Das ist ein ganz wichtiges Thema: wo Gestaltung stattfindet, findet auch wieder Leben statt.“

Wohnraum statt nur Handel und Gastronomie

Das Stadtmarketing entwickelt derzeit eine Wirtschaftsstrategie für Klagenfurt. Ein zentraler Punkt ist die Schaffung von Wohnraum. Aktuell sind innerhalb des Ringes lediglich 2.600 Personen gemeldet.

Wirtschaftsstadtrat Julian Geier (ÖVP) plädiert dafür, sich von der Vorstellung zu lösen, dass ausschließlich Handel und Gastronomie das Stadtbild bestimmen sollten. Außerhalb der Kernzone am Alten Platz könnten Arztpraxen oder Rechtsanwaltskanzleien ins Erdgeschoss ziehen, während frei werdende Flächen zu Wohnraum umgewandelt werden.

„Wir brauchen auch in der Innenstadt Konsumenten, die diese Flächen konsumieren. Das kann uns aber nur gelingen, wenn mehr Menschen in der Innenstadt wohnen und attraktiven, leistbaren Wohnraum vorfinden“, erklärt Geier. Zudem müsse die Universität stärker mit der Stadt vernetzt werden.

Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3368795/

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