Klagenfurt: Neuer Damm soll Viktring schützen

Mona HopfingerMona Hopfinger
HQ100 Schutz für Viktring: Neuer Damm schützt vor Hochwasser, Kosten ca. 1 Mio. €
© Mit KI (Gemini) generiert

In Klagenfurt ist beim Treimischer Teich ein neuer Hochwasserschutzdamm fertiggestellt worden. Die Anlage kann ein hundertjähriges Hochwasser abfangen und die darunterliegenden Siedlungen in Viktring schützen, so der ORF.

Nach den schweren Regenfällen im Jahr 2023 konnte ein Dammbruch beim Treimischer Teich nur mit großem Aufwand verhindert werden. Die neue Anlage ist nun darauf ausgelegt, ein hundertjähriges Hochwasser zu bewältigen und die tiefer gelegenen Siedlungen zu sichern.

Valentin Löcker von der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes Kärnten erklärte, der Damm könne künftig kontrolliert überströmt werden. „Wir können ein 100-jähriges Hochwasser abfangen für den Ortsbereich von Viktring. Darüber hinaus überströmt der Damm, kann aber kontrolliert überströmen. Das heißt, die Einsatzkräfte haben hier viel leichtere Handhabe, dann noch Maßnahmen zu setzen. Durch die kontrollierte Überströmung läuft der Damm nie Gefahr zu brechen“, so Löcker.

Die Bauarbeiten beim Treimischer Teich kosteten rund eine Million Euro. Rund um die Anlage wurden neue Pflanzen gesetzt, ein Zaun sichert den Damm gegen Abstürze ab.

Gefahrenzonenplan wird überarbeitet

Politik und Verwaltung hätten aus den Ereignissen gelernt, hieß es. Derzeit werden neue Schutzmaßnahmen für Bäche im Raum Viktring geprüft. Die Klagenfurter Stadträtin für Hochwasserschutz, Sandra Wassermann (FPÖ), kündigte die Erstellung eines neuen Gefahrenzonenplans an.

„Es wird aufgrund des Hochwasserereignisses Zacharias 2023 vermutlich auch dazu kommen, dass sich die Gefährdungsbereiche ausweiten“, sagte Wassermann. Die Folge könnten neue Rote Zonen sein – und damit weitere Einschränkungen für betroffene Grundstücksbesitzer.

Gernot Bogensberger, Leiter der Abteilung Entsorgung, erklärte dazu: „Da muss man dann schauen, wie es mit den Widmungen aussieht. Ist dort schon eine bestehende Widmung auf Bauland? Kann man das wieder zurücknehmen oder nicht?“

Baufehler der Vergangenheit

Durch die Hochwasserereignisse sei laut Fachleuten klar geworden: In einigen Teilen im Süden von Klagenfurt hätte nie gebaut werden sollen. Dort wo bereits Gebäude stehen, soll es einen Hochwasserschutz geben, der sich entlang der Sattnitz allerdings rechtlich verzögert.

In den kommenden Wochen erhalten Hausbesitzer Folder zugeschickt, wie jeder vor einem Hochwasser versuchen kann, sein Eigentum zu schützen.

Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3366420/

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