Klagenfurt richtet Hitzeschutzfonds mit Parkgebühren ein

In Klagenfurt wurden heuer bereits 48 Hitzetage gezählt – ein neuer Rekord. Die Stadt startet nun das Projekt „Cool down Klagenfurt“ und speist dafür die Hälfte der Parkgebühren aus der Wörthersee-Ostbucht in einen eigenen Fonds. Rund 600.000 Euro sollen so für Abkühlmaßnahmen bereitstehen, so der ORF.
Die Landeshauptstadt Klagenfurt hat heuer bereits 48 Hitzetage verzeichnet – so viele wie noch nie. Die Stadt kündigte am Montag an, mit dem Projekt „Cool down Klagenfurt“ dauerhaft Mittel für Maßnahmen gegen die steigende Hitzebelastung bereitzustellen. Die Hälfte der Einnahmen aus den Parkgebühren in der Wörthersee-Ostbucht soll künftig in einen eigenen Hitzeschutzfonds fließen. Damit stehen knapp 600.000 Euro zur Verfügung.
Zweckgebundene Mittel für Begrünung und Entsiegelung
Roland Rabitsch (SPÖ) betonte, das Geld solle zweckgebunden verwendet werden und nicht für andere Vorhaben herangezogen werden. Geplant ist unter anderem, neue Bäume zu pflanzen und versiegelte Flächen aufzubrechen. Bis 2030 will Klagenfurt insgesamt 1.000 neue Bäume setzen, vor allem an besonders heißen Orten, in Innenhöfen sowie entlang von Geh- und Radwegen.
Patrick Jonke (FSP), Referent für Klima- und Umweltschutz, verwies auf den Neuen Platz, wo bereits Bäume installiert wurden. Man merke an den Menschen, dass sie gezielt zu diesen Schattenspendern gingen, so Jonke.
Trinkbrunnen und kühle Aufenthaltsräume geplant
Zusätzlich sind weitere Trinkwasserbrunnen und sogenannte „Cool Spots“ vorgesehen – kühle Aufenthaltsräume etwa in derzeit leerstehenden Gebäuden. Auch Schulen und öffentliche Gebäude sollen besser vor Hitze geschützt werden, beispielsweise durch Klimaanlagen oder Beschattung.
Über die Vergabe der Mittel aus dem Fonds soll ein eigenes Gremium entscheiden. Die einzelnen Vorhaben müssen anschließend vom Stadtsenat beschlossen werden und werden jährlich evaluiert. Für das Projekt ist eine vierjährige Probephase vorgesehen. Eine Anhebung der Parkgebühren kommt für die Mitglieder des Stadtsenats derzeit nicht infrage.
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