Klagenfurt testet Elektrobus im Stadtverkehr

Die KMG Klagenfurt Mobil GmbH erprobt bis 8. November einen zwölf Meter langen, batteriebetriebenen Solobus. Das Fahrzeug wird für Sonderfahrten und auf der Linie C eingesetzt – Fahrgäste können kostenlos mitfahren.
Bis zum 8. November ist in Klagenfurt ein neuer Elektrobus im Testeinsatz. Die KMG Klagenfurt Mobil GmbH will dabei nicht nur die Technik prüfen, sondern auch zeigen, wie moderne Mobilität im Alltag funktioniert. Das zwölf Meter lange Fahrzeug fährt mit Batterie und steht für Testfahrten bereit.
Den Auftakt machten am Dienstag Volksschüler:innen aus Welzenegg. Die Klassen 3a und 3b fuhren mit dem E-Bus von ihrer Schule zum Lakeside Park. Die Fahrt sollte den Kindern zeigen, wie unkompliziert öffentliche Verkehrsmittel sind und wie sie zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen.
Sonderfahrten und Linieneinsatz
Der Bus wird hauptsächlich für Sonderfahrten genutzt – etwa für Schulen, Kindergärten und Unternehmen. Zusätzlich kommt er auf der Linie C zum Einsatz. So sammelt die KMG Erfahrungen im regulären Betrieb und testet, wie sich das Fahrzeug unter verschiedenen Bedingungen schlägt.
Ein zentraler Punkt des Tests ist die Reichweite. Die Batterie hat eine Kapazität von 490 kWh, davon sind 392 kWh nutzbar. Aufgeladen wird am Betriebsgelände der KMG mit einem mobilen Ladegerät, das bis zu 43 kW Ladeleistung bietet. Weil kein Zahlungssystem eingebaut ist, können Fahrgäste während des gesamten Testzeitraums gratis mitfahren.
Baustein für Klimaneutralität bis 2030
Der Testbetrieb ist Teil der nachhaltigen Stadtentwicklung. Klagenfurt ist die einzige österreichische Stadt, die von der Europäischen Kommission für die EU-Mission „100 Climate-Neutral and Smart Cities“ ausgewählt wurde. Ziel ist es, bis 2030 klimaneutral zu werden. Klimafreundliche Mobilität spielt dabei eine Schlüsselrolle.
Elektrobusse senken lokale Emissionen und Verkehrslärm. Testfahrten liefern zudem wichtige Erkenntnisse, welche Technologien sich für den täglichen Einsatz im öffentlichen Verkehr eignen. „Eine Smart City entsteht nicht nur durch innovative Technologien, sondern vor allem dadurch, dass diese im Alltag funktionieren und bei den Menschen ankommen. Wenn Kinder schon heute moderne Mobilitätslösungen erleben, ist das ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft“, so die beiden KMG-Geschäftsführer Hansjörg Schusser und Wolfgang Hafner.
Quelle: https://www.stw.at/news-presse/kmg-testet-e-bus-in-klagenfurt
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