Klagenfurt: Trinkwasser trotz Hitze gesichert

Mona HopfingerMona Hopfinger
Wasserschiene Kärnten: Grundwasserentnahme, 11 Hochbehälter, 900 km Rohrnetz und Stadtversorgung
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Landeshauptstadt verfügt trotz anhaltender Hitze über ausreichend Trinkwasser. Die Stadtwerke speichern 27.500 Kubikmeter in elf Hochbehältern und gewinnen das Wasser aus dem Grundwasservorkommen der Region.

Die Wasserversorgung in Klagenfurt ist auch während der anhaltenden Hitzewelle sichergestellt. Bis Anfang August wurden in der Landeshauptstadt bereits 33 Hitzetage mit Temperaturen von mindestens 30 Grad Celsius registriert. Dennoch ist die Versorgung mit frischem Trinkwasser rund um die Uhr gewährleistet.

Die Stadtwerke Klagenfurt verfügen über ausreichende Trinkwasserreserven. In elf Hochbehältern sind ständig 27.500 Kubikmeter Wasser gespeichert. Das Trinkwasser wird ausschließlich aus dem Grundwasservorkommen gewonnen, das wie ein riesiger unterirdischer Schwamm funktioniert. Dieser Speicher reagiert deutlich langsamer auf Trockenheit als beispielsweise Quellen.

Gewinnung aus Tiefbrunnen

Die Stadtwerke fördern das Trinkwasser über Tiefbrunnen aus dem Grundwasser der Umgebung: im Norden der Stadt, im Zwirnawald, im Süden bei der Anlage „Straschitz II“ und im Krappfeld. Dort hält die Landeshauptstadt die Mehrheit am Wasserverband Klagenfurt-St.Veit/Glan. Der größte Hochbehälter am Spitalberg fasst rund 27.000 Kubikmeter – etwas mehr als die Stadt durchschnittlich täglich verbraucht. Das entspricht 25 Millionen Litern Wasser.

Über 21 Druckverstärkeranlagen wird das Wasser durch 900 Kilometer Haupt- und Nebenleitungen an die Klagenfurter verteilt.

Sparsamer Umgang gefordert

Bürgermeister Christian Scheider betonte, dass die Qualität und Versorgung mit sauberem Wasser nicht selbstverständlich seien. Die Stadtwerke Klagenfurt seien der größte Wasserversorger in Kärnten. Man dürfe die Augen vor den Auswirkungen des Klimawandels nicht verschließen und müsse verantwortungsvoll mit der Ressource umgehen, um sie für künftige Generationen abzusichern.

Trotz ausreichender Bestände sollte jeder sparsam mit der wertvollen Ressource umgehen. Die Stadtwerke investieren kontinuierlich in die Erneuerung der Wasserinfrastruktur und in Schutzmaßnahmen. In Klagenfurt gibt es insgesamt 763 Hektar Wasserschutzgebiete, die regelmäßig kontrolliert und nach behördlichen Vorgaben bewirtschaftet werden.

Wasserschiene Kärnten bis 2040

Über regionale Wasserverbände wie den Wasserverband Klagenfurt-St.Veit/Glan sowie den 2025 gegründeten Wasserverband Kärnten soll die Versorgung gemeindeübergreifend auch künftig sichergestellt werden. Diese überregionalen Verbände sollen einen Ausgleich zwischen Mangel- und Überschussgebieten schaffen.

Durch Bevölkerungszuwächse, Klimawandel und ein West-Ostgefälle des Grundwassers ist das Wasser in Kärnten derzeit nicht optimal verteilt. Bis 2040 sollen im Rahmen der „Wasserschiene Kärnten" rund 135 Kilometer Wasserleitungen verlegt werden. Damit soll Kärntens Wasser je nach Bedarf auch in Regionen gelangen, die gerade wenig Wasser haben. Scheider bezeichnete das Projekt als wichtigen Beitrag, um die verlässliche Wasserversorgung in Klagenfurt auch künftig weitreichend sicherzustellen.

Quelle: https://www.klagenfurt.at/newsroom/pressemitteilungen/news-detailseite/trotz-hitze-wasserversorgung-in-klagenfurt-ausreichend-gesichert

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