Klagenfurt Wohnen startet mit neuem Web-Auftritt und KI-Chatbot

Das städtische Wohnungsunternehmen hat seine Website komplett neu gestaltet und den KI-Chatbot „KLARA WOHNEN“ integriert. Mieterinnen und Mieter erhalten damit rund um die Uhr Informationen in 98 Sprachen.
Klagenfurt Wohnen setzt auf Digitalisierung: Das Tochterunternehmen der Stadt hat seine Website www.klagenfurt-wohnen.at vollständig überarbeitet und das KI-Tool KLARA eingebunden. Die Technologie ist bereits seit zwei Jahren auf der städtischen Website www.klagenfurt.at im Einsatz und läuft nun unter dem Namen KLARA WOHNEN auch für die Gemeindewohnungen.
Die Digitalisierungsoffensive ist in drei Phasen geplant: Zunächst die Website-Neugestaltung mit KI-Chatbot, im Herbst folgt ein Voice-Bot mit Mängelmelder, Anfang nächsten Jahres soll ein gebündeltes Mieterportal entstehen. Die überarbeitete Website bietet deutlich mehr Inhalte zu Gemeindewohnungen, Mietverträgen, Antragstellung, Betriebskosten und Hausverwaltung. Wohnungsansuchen können online eingereicht werden.
Entlastung bei 200 Anrufen täglich
Vizebürgermeister Patrick Jonke, zuständig für das Wohnungsressort, betonte die Vorteile: „KLARA unterstützt ab sofort Klagenfurt Wohnen – in 98 Sprachen und zu jeder Zeit erhalten Mieterinnen und Mieter rasch und unbürokratisch Informationen zu diversen Themen rund um die Gemeindewohnungen.“ Täglich gehen rund 200 Anrufe bei Klagenfurt Wohnen ein. Durch die KI könnten viele Standardfragen vorab beantwortet werden, so Jonke. Die Mitarbeiter würden entlastet, Mieter erhielten Informationen ohne Wartezeiten am Telefon.
Gerhard Scheucher, MBA, Geschäftsführer von Klagenfurt Wohnen, erklärte: „Wir möchten zeigen, dass nicht nur das Telefon eine Möglichkeit ist, mit uns Kontakt aufzunehmen. Die Kommunikation soll, wie im 21. Jahrhundert üblich, auch online stattfinden und sowohl unser Team als auch unsere Mieterinnen und Mieter profitieren davon.“
Voice-Bot und Mängelmelder geplant
Ab Herbst 2026 wird der Chatbot um einen Voice-Bot erweitert, der telefonische Interaktionen mit der KI ermöglicht. Anfang nächsten Jahres kommt ein Online-Mängelmelder hinzu, der nach dem Prinzip von „Augen auf! Klagenfurt“ funktioniert. Am Ende soll ein Mieterportal entstehen, das alle Kommunikations- und Serviceangebote bündelt – mit Portal, Chat-Bot und Voice-Bot als Eingabemöglichkeiten.
Das Portal soll auch an das Verwaltungssystem Infoma angebunden werden. Klagenfurt Wohnen erstellt rund 10.000 Eingangsrechnungen. Jonke stellte klar: „Hat ein Mieter trotzdem lieber telefonischen Kontakt, ist das selbstverständlich auch weiterhin möglich. Das neue Online-Angebot ist kein Ersatz, sondern eine Ergänzung in unserem Service.“
Die technische Umsetzung übernahm die Firma WEBWERK, die bereits die städtische Website und KLARA entwickelt hat. Geschäftsführer Günther Steinwender sagte: „Wir freuen uns, dass wir Klagenfurt Wohnen bei der Umsetzung unterstützen konnten. Ziel war einerseits das Erscheinungsbild der Website zu verbessern, die Inhalte zu konkretisieren und schließlich das KI-Tool zu installieren. Die Nutzung ist einfach und für jeden bedienbar.“
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