Klagenfurt zeigt Hitzeinseln im Digitalen Zwilling

Pia ProdingerPia Prodinger
Klagenfurt: Mann und Frau präsentieren 3D-Stadtmodell im Rathaus
© SK/Glinik

Die Stadt Klagenfurt hat ihren Digitalen Zwilling um eine Simulation erweitert, die Hitzepotenziale im Stadtgebiet sichtbar macht. Das neue Modul ist ab sofort online verfügbar und zeigt, wo sich Wärme besonders stark staut.

Die Stadt Klagenfurt hat eine neue Funktion in ihren Digitalen Zwilling integriert. Eine Simulation ermöglicht es nun, Hitzepotenziale im Stadtgebiet zu analysieren. Das Modul ist auf der Homepage der Stadt abrufbar.

Das sogenannte „Heat Island Potential“ basiert auf einer VDI-Richtlinie, die einheitliche Standards für Berechnungen und Verfahren sicherstellt. Die Simulation berücksichtigt Sonneneinstrahlung, Bodennutzung wie Versiegelung und Grünflächen sowie die Windverteilung an Hitzetagen. Dadurch wird erkennbar, an welchen Stellen sich Wärme besonders stark ansammelt und wie städtische Strukturen darauf Einfluss nehmen.

Sonnenstunden und solare Einstrahlung berechnet

Die Abteilung Vermessung und Geoinformation hat die Entwicklung vorangetrieben. Weitere Abteilungen und Organisationen sollen davon profitieren. Zusätzlich werden die Sonnenstunden für den längsten Tag am 21. Juni, den kürzesten Tag am 21. Dezember sowie die Tag- und Nachtgleichen am 21. März und 23. September berechnet. Die Daten werden für Boden und Dächer in der Erweiterung des Digitalen Zwillings dargestellt.

Auch die solare Einstrahlung wird simuliert. Sie zeigt die Energieeinträge an einem typischen Hitzetag und liefert Daten für Stadtplanung, Energieeffizienz und Klimaschutz.

Werkzeug für Stadtentwicklung

„Die neuen Funktionen – vom Heat Island Potenzial über die Sonnenstunden-Simulation bis hin zur solaren Einstrahlung – sind beeindruckend und zeigen, wie digitale Werkzeuge uns helfen, die Herausforderungen des Klimawandels besser zu verstehen und gezielt darauf zu reagieren zu können“, wird Stadträtin DI Constance Mochar zitiert. Sie betont, dass viele andere Städte und Gemeinden davon profitieren werden.

Der Digitale Zwilling soll mit den neuen Funktionen zu einem leistungsfähigeren Werkzeug für die Stadtentwicklung werden. Die Simulationen helfen, Hitzeinseln zu erkennen, nachhaltige Maßnahmen zu planen und die Lebensqualität zu verbessern.

Bisher waren im Digitalen Zwilling unter den „Hitzehotspots“ die Ergebnisse einer Befliegung eines Sommertages zu sehen. Die neue Entwicklung zeigt eine komplexe Simulation sämtlicher Hitzepotenziale in Klagenfurt. Sie ist im „Klagenfurter Klimakompass“ zu finden. Der Klimakompass macht sichtbar, wie sich Klima und Hitze im Stadtgebiet auswirken.

Quelle: https://www.klagenfurt.at/newsroom/pressemitteilungen/news-detailseite/update-beim-digitalen-zwilling-neue-simulation-zeigt-hitzepotenziale

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