Klagenfurt zieht Bilanz: 1.900 Kinder in 72 Einrichtungen

Die Stadt Klagenfurt hat das Kindergarten-, Kita- und Hortjahr 2025/26 ausgewertet. Rund 360 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen in 72 Standorten etwa 1.900 Kinder. Im Fokus stehen Kinderschutz, Qualitätssicherung und neue Präventionsprojekte.
Bei einer Pressekonferenz im Rathaus präsentierte die Landeshauptstadt Klagenfurt die Bilanz des abgelaufenen Kindergarten-, Kita- und Hortjahres 2025/26. Thematisiert wurden auch das Kinderschutzkonzept, Präventionsmaßnahmen sowie die Aufnahmekriterien für die Einrichtungen.
Das vergangene Jahr war laut Stadt von zahlreichen Fortbildungen für Fachkräfte geprägt. Zudem wurden mehrere evaluierte und neue Bildungskonzepte umgesetzt. Für das kommende Jahr sind weitere Projekte geplant.
„Bildung kann nicht früh genug starten. Die hohe Qualität im elementaren Bildungsbereich muss unbedingt erhalten bleiben und gefördert werden“, erklärte Stadtrat Franz Petritz, der für Elementarpädagogik zuständig ist. Er sehe es als seine Verpflichtung, sich für neue Konzepte einzusetzen.
Kinderschutz und Partizipation im Fokus
In den vergangenen Jahren habe sich im elementaren Bildungsbereich ein positiver Wandel in Richtung Diversität, Bedürfnisorientierung und Partizipation vollzogen. Eine zentrale Herausforderung stelle der Kinderschutz dar. Gemeinsam mit Pädagoginnen und Pädagogen, Kindern und Netzwerkpartnern wie dem Kinderschutzzentrum DELFI werde vor Ort ein Konzept erarbeitet. Bestehende Konzepte würden evaluiert und weiterentwickelt.
Sabine Tauschitz-Sickl, Leiterin der Dienststelle Kindergärten/Horte/Pädagogik, betonte den gesellschaftlichen Auftrag: „Der Entwicklungsweg der Kinder muss bestmöglich begleitet werden, um die Basis für ein gesundes Leben zu schaffen. Das Spiel ist hierfür die ausdruckswichtigste Form für Kinder, von der sie am meisten mitnehmen und lernen können.“
16 städtische und 56 private Einrichtungen
Insgesamt gibt es in Klagenfurt 72 Standorte für Kitas, Kindergärten und Horte. Davon sind 16 städtische Einrichtungen und 56 private Trägerschaften, mit denen die Stadt Dienstleistungsvereinbarungen abgeschlossen hat. Rund 270 Fachkräfte sowie etwa 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Reinigung, Küche und Facility Management betreuen die rund 1.900 Kinder.
Die Stadt freut sich laut eigenen Angaben auf die bevorstehende Eröffnung des Kitahauses in der Dammgasse, die zur Qualitätssicherung beitragen soll.
Aktualisierte Aufnahmekriterien und Vormerkwoche
Um allen Familien, die auf einen Platz angewiesen sind, ein Angebot machen zu können, wurden die Aufnahmekriterien aktualisiert. Diese sind auf der Homepage der Stadt unter klagenfurt.at/stadtservice/familie-gesellschaft/kinderbetreuung abrufbar.
Die eingeführte Vormerkwoche dient dazu, Daten der Kinder vorab zu erfassen und diese bei einer ersten Vorstellung an einem zentralen Ort kennenzulernen. Dadurch sollen individuelle Bedürfnisse erkannt und darauf optimal eingegangen werden können.
Präventionsprojekte und Kooperationen
Für das kommende Jahr sind Präventionsprojekte geplant, die den Pädagoginnen und Pädagogen Unterstützung bieten sollen. Die Abteilung Bildung kooperiert mit über 50 Institutionen, um gesundheits- und persönlichkeitsfördernde Maßnahmen anzubieten. Dazu zählen unter anderem Bewegung, Resilienz und Medienkompetenz.
Auch für Erziehungsberechtigte gibt es Angebote, etwa kurze Impulsvorträge zu Beginn des Kindergartenjahres, um sie und ihre Kinder zu begleiten.
Gesunde Küche und pädagogische Beratung
Ein Qualitätsmerkmal der Stadt ist die pädagogische Beratungsstelle mit Expertinnen und Experten, die sowohl fix in den Gruppen als auch mobil tätig sind. Ein weiteres Merkmal sind die zehn Eigenküchen mit dem Gütesiegel „Gesunde Küche“. Pro Tag werden rund 1.600 Essensportionen mit einem Bio-Anteil von 15 Prozent produziert. Geschultes Fachpersonal ist für das gesunde Essen und die Speisepläne zuständig.
Derzeit gibt es sechs städtische Gütesiegelbetriebe, drei Pfarrkindergärten und einen Hilfswerk-Kindergarten mit dem Gütesiegel. Drei weitere städtische Einrichtungen und ein Pfarrkindergarten sollen damit ausgezeichnet werden. Das Personal sowie die Pädagoginnen und Pädagogen besuchen regelmäßig Fortbildungen und Workshops, um gesundheitsförderliche Kriterien zu erfüllen.
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