Kleidertausch für Damenmode in Kirchham geplant
Im Gemeindesaal Kirchham findet ein Kleidertausch-Nachmittag für Damen statt. Zwischen 14.00 und 14.30 Uhr können saubere Kleidungsstücke gebracht und gegen andere getauscht werden. Die Initiative steht im Zeichen der Klimastrategie und soll Ressourcen sparen.
Alle Damen sind zu einem Kleidertausch-Nachmittag im Gemeindesaal Kirchham eingeladen. Von 14.00 bis 14.30 Uhr können saubere und schöne Kleidungsstücke abgegeben werden. Die Teilnehmerinnen dürfen sich im Gegenzug andere Stücke aussuchen und mit nach Hause nehmen.
Die Bekleidung wird verschenkt und nicht verkauft. Übrig gebliebene Kleidungsstücke müssen bis 16.30 Uhr wieder abgeholt werden, andernfalls werden sie dem Frauenhaus gespendet. Bei der Veranstaltung werden kleine Snacks angeboten.
Klimastrategie als Hintergrund
„Anstatt Neues zu kaufen, wollen wir Vorhandenes tauschen, gemeinsam länger nützen und Ressourcen sparen“, heißt es in der Ankündigung. Die Initiative entstand im Rahmen der Klimastrategie, bei der auch das Thema Lebensstil untersucht wurde.
Dabei wurde deutlich, dass die Textilindustrie zum Großteil sozial fraglich ist und einen extrem hohen Ressourcenverbrauch aufweist. Bis zu 30 Prozent der für Industrieländer produzierten Kleidungsstücke werden nicht verkauft.
Fakten zur Textilindustrie
Ein Großteil der Wegwerfmode landet irgendwann in Afrika auf einem riesigen Müllfeld am Strand. Für ein durchschnittliches Baumwoll-Shirt werden 2.700 Liter Wasser verbraucht. Recycelt zu neuer Kleidung wird lediglich ein Prozent des weltweiten Textilmülls, während 87 Prozent auf Mülldeponien landen.
Pro Jahr kauft der Durchschnittsdeutsche 60 Kleidungsstücke – jedes fünfte davon bleibt ungetragen. Die Fast-Fashion-Marke SHEIN wiederum stellt täglich 6.000 neue Artikel online.
Wasserverbrauch und Umweltbelastung
Um ein Kilogramm Stoff aus Baumwolle zu erzeugen, benötigt man im globalen Durchschnitt 11.000 Liter Wasser. Mehr als 80 Prozent des Wasser-Fußabdrucks der in Europa konsumierten Baumwolle entstehen außerhalb der Europäischen Union, mit den größten Auswirkungen in den Erzeugerländern. Wasservorkommen werden ausgebeutet oder verschmutzt. Plastikfasern sind im Ozean allgegenwärtig.
Die Baumwollerzeugung birgt ernste Risiken für Umwelt und Gesundheit: Meist als Monokultur angebaut, erfordert sie fruchtbares Land und einen hohen Einsatz von Mineraldüngern, Unkrautvernichtungsmitteln, Insektiziden und Fungiziden – eine zunehmende Belastung für die Gesundheit der Arbeiter.
Problematisch sind Baumwolltextilien jedoch nicht nur wegen der eingesetzten Pestizide: Auch die in der Verarbeitung verwendeten Farben und Chemikalien sind oft giftig und gefährden Textilarbeiterinnen.
Quelle: https://www.kirchham.at/Kleidertausch_fuer_Damenmode
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