Klinikum Freistadt probt Essensversorgung bei Blackout

Mona HopfingerMona Hopfinger
Ärzte mit Schutzhauben besprechen Dokumente in einem Büro
© OÖG

Das Küchenteam des Klinikums Freistadt hat bereits zweimal den Ernstfall trainiert. Ziel der Übungen: Patienten und Mitarbeiter auch bei einem längeren Stromausfall zuverlässig mit Essen versorgen zu können.

Ein längerer Stromausfall würde Krankenhäuser vor besondere Probleme stellen. Die Küche nimmt dabei eine zentrale Funktion ein. Das Team im Klinikum Freistadt hat sich deshalb frühzeitig intensiv vorbereitet. Geplant wurde, wie im Notfall ausreichend Personal zur Verfügung steht, welche Nahrungsmittel in welchen Mengen benötigt werden und wie die Versorgung aus eigenen Beständen für bis zu 14 Tage gesichert werden kann. Parallel dazu wurden alternative Bezugswege geprüft, sollten Lieferketten zusammenbrechen.

Strukturen und Verantwortlichkeiten festgelegt

Die erste Übung diente dazu, eindeutige Strukturen zu etablieren und Verantwortlichkeiten zu definieren. Mit Hilfe von Checklisten und Notfallformularen sollte auch unter Stress der Überblick bewahrt werden. Außerdem wurde die Grundversorgung unter Notstrombedingungen erprobt. Am Ende wusste das Team, welche Maßnahmen in der Krise erforderlich sind.

„Gute Vorbereitung gibt Sicherheit. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen dank der Übungen, was im Fall eines Blackouts zu tun ist, wie wir Lebensmittel verantwortungsvoll einsetzen und so die Essensversorgung auch über einen längeren Zeitraum sicherstellen können“, betonen Bruno Ullmann und Thekla Gattringer, die Küchenleiter des Klinikums.

Lagerbestände überprüft und Geräte getestet

Bei der zweiten Übung ging das Team einen Schritt weiter und prüfte Details. Lagerbestände wurden kontrolliert, Geräte unter Notstromversorgung getestet und Speisepläne an die Ausnahmesituation angepasst. Die Küchenleitung erarbeitete, wie Mahlzeiten im Krisenfall rationiert werden können, ohne die Versorgung zu gefährden. Auch alternative Bezugswege sowie eine mögliche Eigenversorgung, etwa durch Brotbacken, wurden thematisiert.

„Für ein Krankenhaus ist es entscheidend, auch in Ausnahmesituationen handlungsfähig zu bleiben. Die Blackout-Übungen geben allen Beteiligten zusätzliche Sicherheit, helfen uns, Risiken realistisch einzuschätzen und die Versorgungssicherheit für Patientinnen und Patienten sowie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern“, unterstreicht Andrea Gündhör, Kaufmännische Direktorin des Klinikums.

Erfahrungen fließen in Abläufe ein

Die beiden Übungen haben gezeigt, wie wichtig gute Vorbereitung und eingespielte Zusammenarbeit sind. Die gewonnenen Erkenntnisse werden laufend in die Abläufe integriert, damit auch in Ausnahmesituationen eine verlässliche Versorgung gewährleistet bleibt.

Quelle: https://www.ooeg.at/service/presse/presseaussendungen/detail/blackout-vorsorge-im-klinikum-freistadt

Worüber spricht Linz morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.