Klinikum Klagenfurt: Radiologie-Notfallversorgung gefährdet

Mona HopfingerMona Hopfinger
Notdienst in Gefahr: Ein zerbrochenes Uhrsymbol mit Ausrufezeichen über einem leeren Krankentransporter.
© Mit KI (Gemini) generiert

Am Klinikum Klagenfurt droht im Herbst ein Ausfall der radiologischen Notfallversorgung. Alle vier Ärzte des Departments für Interventionelle Radiologie haben gekündigt, der Abteilungsleiter kann die Versorgung nicht mehr garantieren.

Der Leiter des Departments für Interventionelle Radiologie am Klinikum Klagenfurt, Luca De Paoli, hat in einem Interview mit der „Kleinen Zeitung“ erklärt, dass er die Notfallversorgung ab Herbst beziehungsweise Winter nicht mehr garantieren könne. Grund dafür ist die Kündigung aller vier Ärzte der Abteilung.

Der FPÖ-Gesundheitssprecher und 2. Landtagspräsident Christoph Staudacher reagierte mit großer Sorge auf die Aussagen. Er fordert von Gesundheitslandesrätin Beate Prettner, die Versorgung der Kärntner Bevölkerung rund um die Uhr zu gewährleisten. „Wir reden hier über einen zentralen Bereich der Notfallversorgung, insbesondere bei akuten Schlaganfällen. Hier geht es um Minuten und im schlimmsten Fall um Leben und Tod“, so Staudacher.

Nachbesetzung der Stellen fraglich

Das Klinikum Klagenfurt ist Teil der KABEG und liegt damit im unmittelbaren Verantwortungsbereich der rot-schwarzen Landesregierung. Dass alle Ärzte eines derart wichtigen Departments kündigen würden, zeige laut Staudacher, wie ernst die Lage sei.

Besonders alarmierend seien die Aussagen De Paolis zur Nachbesetzung der Stellen. Der Abteilungsleiter bezweifelt, dass kurzfristig genügend erfahrene Spezialisten gefunden werden können, die das gesamte Leistungsspektrum rund um die Uhr abdecken.

Kritik an Landesregierung

Staudacher kritisiert, dass die politisch Verantwortlichen die Situation derart eskalieren ließen. Prettner und die KABEG müssten jetzt rasch ein tragfähiges Konzept vorlegen, wie diese hochspezialisierte Versorgung in Kärnten dauerhaft abgesichert werde.

Der Runde Tisch vor wenigen Tagen habe offenbar keine tragfähige Lösung gebracht. Prettner bleibe weiterhin die Antwort schuldig, wie die Notfallversorgung ab Herbst beziehungsweise Winter sichergestellt werden solle, so der FPÖ-Politiker.

Quelle: https://www.fpoe-ktn.at/reader-news/fpoe-staudacher-prettner-bleibt-eine-loesung-fuer-interventionelle-radiologie-am-klinikum-klagenfurt-schuldig

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