Klosterneuburg plant neuen Stadtteil auf Kasernenareal

Die Stadt Klosterneuburg hat eine Zukunftsvision für das Gelände der ehemaligen Magdeburg-Kaserne vorgestellt. Der Gemeinderat will am Freitag eine Umweltverträglichkeitsprüfung beantragen. Entstehen soll ein Stadtteil mit Schwerpunkten auf Bildung, Wohnen und Wirtschaft.
Die Stadt Klosterneuburg hat Pläne für die Entwicklung des früheren Kasernengeländes präsentiert. Auf dem Areal der Magdeburg-Kaserne soll ein neuer Stadtteil mit den Schwerpunkten Bildung, Wohnen, Arbeit, Wirtschaft und Sicherheit realisiert werden. Am Freitag wird der Gemeinderat eine Einzelfallprüfung nach dem Umweltverträglichkeitsgesetz beim Land Niederösterreich beantragen.
Ein Ergebnis der Prüfung wird für das erste Quartal 2027 erwartet. Im Anschluss soll ein konkretes Entwicklungskonzept ausgearbeitet werden. Das Gelände ist derzeit weitgehend ungenutzt und versiegelt.
Anpassung an neue Rahmenbedingungen
Bereits 2014 war ein kooperativer Prozess zur künftigen Nutzung des Areals gestartet worden. Nun komme neuer Schwung in die Planungen, teilte die Stadtgemeinde mit. „Unser Zukunftsbild für das derzeit brach liegende Pionierviertel wird auf Basis des ursprünglichen, unter breiter Bürgerbeteiligung erarbeiteten Leitbildes an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden“, sagte Bürgermeister Christoph Kaufmann (ÖVP).
Parallel zur beantragten Prüfung sollen Verhandlungen für einen Raumordnungsvertrag sowie die Erarbeitung von Grundlagen für ein Umwidmungsverfahren beginnen.
Wohnungen und Bildungseinrichtungen geplant
Mit einem soliden Hochwasserschutz zur Donau könnten laut der Vision neue Wohnungen geschaffen werden. „Ich möchte verhindern, dass unsere Jugend weiterhin abwandert, weil es in Klosterneuburg zu wenig adäquate Wohnmöglichkeiten für junge Menschen gibt“, erklärte Kaufmann.
Im Bereich Bildung wurde kürzlich die Finanzierung des neuen Standortes für das Privatgymnasium durch Bund und Land Niederösterreich abgesichert. Das Areal biete zusätzlich „auch ausreichend Platz für die benötigte Mittelschule und zum Beispiel auch für die allgemeine Sonderschule“, sagte Vizebürgermeisterin Maria Theresia Eder (ÖVP).
Neben modernen Büro- und Arbeitsflächen sei auch ein Einsatzzentrum – etwa für das Rote Kreuz – denkbar, hieß es.
Quelle: APA
Worüber spricht Niederösterreich morgen?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.