KMG-Umfrage: Klagenfurt will dichtere Bustakte

Rund 1.200 Fahrgäste haben sich an einer Befragung zum öffentlichen Verkehr in Klagenfurt beteiligt. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Die Menschen wünschen sich häufigere Verbindungen, zusätzliche Haltestellen und bessere multimodale Angebote.
Die Klagenfurt Mobil GmbH (KMG) hat gemeinsam mit der Universität Klagenfurt im Frühjahr 2026 eine umfassende Kundenbefragung durchgeführt. Ziel war es, die Bedürfnisse der Fahrgäste zu erheben und konkrete Verbesserungsvorschläge für den öffentlichen Verkehr zu sammeln. Die Befragung fand im Rahmen des FFG-geförderten Projekts „Share4U“ statt.
Mehr als 1.500 Personen nahmen an der Umfrage teil, entweder online über einen QR-Code oder persönlich durch Studierende in den Bussen und an Haltestellen. Nach einer Qualitätsprüfung konnten rund 1.200 vollständig ausgefüllte Fragebögen ausgewertet werden.
Stadtbus ist fester Bestandteil des Alltags
Die Auswertung zeigt, dass die Mehrheit der Befragten den Stadtbus täglich oder mehrmals wöchentlich nutzt. Besonders intensiv wird das Angebot von Personen unter 18 Jahren in Anspruch genommen. Am häufigsten werden das 60-Minuten-Ticket, das Kärnten Ticket sowie das KlimaTicket Österreich verwendet. Der Ticketkauf erfolgt überwiegend über die KlagenfurtMobil 2.0-App und direkt im Bus.
Echtzeitinformationen und bessere App gefordert
Bei den Fahrgastinformationen wünschen sich die Befragten vor allem zuverlässige Echtzeitinformationen zu Verspätungen oder Ausfällen. Bevorzugte Informationskanäle sind digitale Anzeigetafeln an den Haltestellen sowie die KlagenfurtMobil 2.0-App. Gleichzeitig zeigen die Rückmeldungen, dass die Benutzerfreundlichkeit der App noch verbessert werden soll.
Klare Wünsche bei offenen Vorschlägen
In den offenen Verbesserungsvorschlägen zeichnen sich deutliche Schwerpunkte ab. Die Fahrgäste fordern eine dichtere Taktung der Busse, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden sowie an Wochenenden und Feiertagen. Gewünscht werden zudem zusätzliche Haltestellen, vor allem in der Innenstadt, in Viktring sowie bei Freizeit- und Ausflugszielen.
Weitere Anliegen sind eine bessere Kapazitätsplanung durch größere Busse zu Stoßzeiten sowie attraktivere Angebote für Nextbike und Avant2Go mit günstigeren Preisen und zusätzlichen Standorten.
Politik und KMG wollen Ergebnisse umsetzen
Bürgermeister Christian Scheider betonte die Bedeutung der Kundenmeinung für die laufende Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs. Stadträtin Sandra Wassermann sieht in der hohen Teilnehmerzahl einen klaren Auftrag an die Stadtregierung, die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen und zügig umzusetzen.
KMG-Geschäftsführer Hansjörg Schusser verwies auf die wissenschaftlich fundierte Datenbasis, die nun vorliegt. Heuer habe man bereits mit der Sanierung mehrerer Haltestellen begonnen. Schritt für Schritt wolle man weitere Verbesserungen im Liniennetz umsetzen.
Felicia Winter von der Universität Klagenfurt hob die praxisorientierte Lehre hervor. Die Befragung fand im Seminar „Angewandte Motivationsforschung zu nachhaltiger Mobilität“ unter der Leitung von Prof. Helen Landmann statt. Die zahlreiche Teilnahme lasse auf eine hohe Motivation schließen, den öffentlichen Verkehr aktiv mitzugestalten.
Quelle: https://www.stw.at/news-presse/ergebnisse-der-juengsten-kmg-kundenbefragung
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