Škoda startet Produktion des Elektro-SUV Peaq

Der tschechische Automobilhersteller Škoda hat im Stammwerk Mladá Boleslav mit der Serienproduktion des vollelektrischen Siebensitzers Peaq begonnen. Das größte Modell der Marke läuft auf derselben Linie vom Band wie Elroq, Enyaq und Octavia.
Der Škoda Peaq wird im Stammwerk Mladá Boleslav auf derselben Fertigungslinie hergestellt wie die Elektromodelle Elroq und Enyaq sowie der Octavia mit Verbrennungsmotor. Diese flexible Produktionsweise ermöglicht es dem Unternehmen, rasch auf veränderte Kundenwünsche zu reagieren.
Seit der Markteinführung im Juni verzeichnet der Peaq großes Interesse. Bis Ende Juli sind beim Hersteller fast 8.500 Bestellungen eingegangen. In der höchsten Ausstattungsvariante verfügt das Fahrzeug über die größte Batterie, die je in einem Škoda verbaut wurde.
Batterie mit über 640 Kilometer Reichweite
Die Batterie mit einer Bruttokapazität von 91 kWh bietet eine Reichweite von mehr als 640 Kilometern. Škoda fertigt die fortschrittlichen Batteriesysteme für den Peaq in einem neuen Montagewerk in Mladá Boleslav. Alternativ ist eine 63-kWh-Version erhältlich. Kunden können zwischen drei Leistungsstufen von 150 kW bis 220 kW wählen, wahlweise mit Hinterrad- oder Allradantrieb.
„Der neue Škoda Peaq stellt in Sachen Komfort, Geräumigkeit und Technologie die Spitze unserer Modellpalette dar“, erklärt Andreas Dick, verantwortlich für Produktion und Logistik bei Škoda Auto. Die Fertigung von vier Modellen – drei davon vollelektrisch – auf einer einzigen Linie zeige die Kompetenz und Vielseitigkeit des Teams.
Größtes Modell seit Konzernbeitritt
Der Peaq ist das größte Fahrzeug, das Škoda seit dem Beitritt zum Volkswagen-Konzern produziert. Mit einer Länge von 4,87 Metern und einem Radstand von fast drei Metern ist er das geräumigste SUV der Marke und das erste Modell im Segment der großen SUVs.
Die Integration in die bestehende Fertigungslinie erforderte erhebliche technische Anpassungen. Es wurden neue, größere Fertigungsschienen eingeführt, und für den Einbau der dritten Sitzreihe kam ein neuer Manipulator hinzu. Presswerk, Karosseriebau und Lackiererei wurden modernisiert, um einen reibungslosen Materialfluss zu gewährleisten.
Elektroanteil steigt auf 23 Prozent
Im ersten Halbjahr 2026 waren fast 23 Prozent der in den tschechischen Werken des Automobilherstellers produzierten Fahrzeuge vollelektrisch. Die ursprünglich für Verbrennungsmotoren konzipierte Fertigungslinie wurde umfassend modernisiert. Der Enyaq war 2020 das erste Elektrofahrzeug, das dort produziert wurde, gefolgt vom Elroq im Jänner 2025.
Seit Mai heuer wird der Octavia Combi auch im Werk Kvasiny produziert, zusammen mit der Octavia Limousine. So kann Škoda den Produktionsmix zwischen Mladá Boleslav und Kvasiny flexibel anpassen und auf Marktnachfrage sowie Störungen in den globalen Lieferketten reagieren.
Verdoppelung des Elektro-Portfolios
Zusammen mit dem in Pamplona, Spanien, produzierten Epiq verdoppelt der Peaq im Jahr 2026 das vollelektrische Modellportfolio von Škoda. Der Epiq ist ein urbaner Crossover in der Einstiegsklasse, der im Rahmen des Projekts „Electric Urban Car Family“ der Brand Group Core des Volkswagen-Konzerns gefertigt wird.
Als neues SUV-Flaggschiff führt der Peaq mehrere für die Marke neue Merkmale ein, darunter bündig eingelassene Türgriffe und ein Panoramadach mit Dynamic Shade Control. Darüber hinaus bietet er bidirektionales Laden. Die neuen Modelle sollen Škoda dabei helfen, die starke Position auf dem europäischen Automobilmarkt zu behaupten, auf dem Škoda im ersten Halbjahr die zweitmeistverkaufte Marke war.
Worüber spricht Salzburg morgen?
Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.