Kölly verzichtet auf Anfechtung der Bürgermeisterwahl

Pia ProdingerPia Prodinger
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Manfred Kölly vom Bündnis Liste Burgenland wird die Bürgermeisterwahl in Deutschkreutz nicht anfechten. Als Grund nennt er die Belastung für die Bevölkerung und die Kosten. Die Wahl hatte der SPÖ-Kandidat Jürgen Hofer gewonnen.

Die Bürgermeisterwahl in Deutschkreutz im Bezirk Oberpullendorf wird nicht angefochten. Manfred Kölly vom Bündnis Liste Burgenland (LBL) begründete seine Entscheidung nach Gesprächen mit Familie, Parteifunktionären und Bürgern damit, dass eine Anfechtung „nur Stress für die Bevölkerung“ bedeuten und öffentliche Gelder verschlingen würde. Neuer Bürgermeister der Gemeinde ist Jürgen Hofer (SPÖ).

Bereits am Wahlabend hatte Kölly Kritik geübt, weil in den Wahllokalen Kameras installiert waren. Er betonte, dass das Filmen in Wahllokalen nicht zulässig sei. Nun fordert er Aufklärung darüber, wann und von wem die Kameras montiert wurden und aus welchem Grund dies geschah. Hofer hatte über Medien bereits mitgeteilt, dass das Wahlgeheimnis nicht gefährdet gewesen sei.

Kandidatur bei Kommunalwahl 2027 offen

Ob Kölly bei den regulären Kommunalwahlen im Burgenland in einem Jahr antreten wird, ist noch nicht entschieden. „Ob ich kandidiere, das steht noch nicht fest“, erklärte er. Die Entscheidung wolle er mit seinen LBL-Kollegen analysieren. Zudem möchte er „viel Jugend zulassen, die sich schon angetragen hat“.

Die LBL werde sich im Gemeinderat „weiterhin einbringen und mitarbeiten“, kündigte Kölly an. Allerdings müsse es auch die Möglichkeit geben, „mit Ideen und Visionen durchzudringen“. Er forderte etwa Informationen über Projekte in der Gemeinde ein. An die ÖVP gerichtet meinte Kölly, diese müsse ihre Stimmenverluste analysieren. Gemeinsam mit der LBL könne die ÖVP die Mehrheit im Gemeinderat stellen, betonte er.

Quelle: APA

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