Konkurs für früheren „Wiener Wiesn“-Veranstalter

Das Landesgericht Sankt Pölten hat ein Konkursverfahren über das Vermögen der „Wiesn“ Veranstaltungs und Kultur GesmbH eröffnet. Die Schulden belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro, vier Gläubiger sind betroffen.
Die „Wiesn“ Veranstaltungs und Kultur GesmbH, die bis 2019 die „Wiener Wiesn“ im Prater organisierte, ist insolvent. Das Landesgericht Sankt Pölten hat das Konkursverfahren eröffnet, wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) und die Creditreform am Dienstag bekanntgaben. Die Gesamtverbindlichkeiten liegen bei rund 1,2 Millionen Euro, vier Gläubiger sind davon betroffen.
Steuerstreit führte zur Insolvenz
Auslöser für den Konkurs war eine jahrelange steuerliche Auseinandersetzung mit den Abgabenbehörden. Nach einer Betriebsprüfung des Finanzamtes erhielt das Unternehmen eine hohe Steuervorschreibung. Der Versuch, diese gerichtlich anzufechten, scheiterte letztlich.
Veranstalter verlor Auftrag nach Corona
Während der Corona-Pandemie mussten die Feste 2020 und 2021 abgesagt werden. 2022 wurde schließlich ein anderer Veranstalter mit der Durchführung der „Wiener Wiesn“ beauftragt. Bemühungen, andere Märkte zu erschließen oder alternative Veranstaltungen zu organisieren, blieben erfolglos. Zusätzlich belastete ein insolvenzbedingter Forderungsausfall eines Hauptkunden die wirtschaftliche Lage des Unternehmens.
Quelle: APA
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