KPÖ kritisiert Tempo bei gefördertem Wohnbau in Salzburg

Pia ProdingerPia Prodinger
KPO-Funktionäre in Schladming mit Flugblättern vor Bergkulisse
© Eva Sponring

Die KPÖ Salzburg bemängelt die geringe Zahl neu gebauter geförderter Mietwohnungen. Landtags-Klubobfrau Natalie Hangöbl besucht im Rahmen einer Sommertour alle Bezirke des Bundeslandes.

Die Landtags-Klubobfrau der KPÖ Salzburg, Natalie Hangöbl, hat eine Sommertour durch alle Salzburger Bezirke gestartet. Dabei nimmt sie die Entwicklung beim geförderten Mietwohnbau unter die Lupe. Ihre Kritik: Die Zahl der neu errichteten leistbaren Wohnungen sei viel zu gering.

Seit 2021 habe die Landesregierung jährlich im Schnitt nur 500 neue Mietwohnungen gefördert, so Hangöbl. Bei einer Bevölkerung von über 570.000 Salzburgern entspreche das 0,09 Wohnungen pro Einwohner. „Damit gehen 999 von tausend leer aus. Mit diesem Tempo bekommt die Landesregierung die Wohnungskrise nicht in den Griff“, wird die Politikerin zitiert.

Pinzgau besonders betroffen

Besonders drastisch sei die Situation im Pinzgau. Dort leben über 90.000 Menschen, doch der geförderte Mietwohnbau komme nicht voran. Seit 2021 seien hier lediglich 370 neue Wohnungen entstanden – das entspreche 0,4 Wohnungen pro Pinzgauer.

Die Wohnungskrise habe längst auch ländliche Regionen erreicht, etwa den gesamten Zentralraum und die Tourismusgebiete. Wer im Pongau oder Pinzgau kein Haus oder Grundstück erbe, könne sich oft kein Eigenheim mehr leisten. Deshalb müsse das Land auch in diesen Regionen den geförderten Mietwohnbau vorantreiben, fordert Hangöbl. Das erkennten mittlerweile auch immer mehr ÖVP-Bürgermeister.

Forderung nach mehr Mitteln

Statt beim geförderten Mietwohnbau zu kürzen, solle die ÖVP-FPÖ-Landesregierung die Mittel aufstocken, so die KPÖ-Politikerin. Sie wirbt für eine Neuausrichtung der Wohnbaupolitik.

Im Juli und August besucht Hangöbl mit ihrem Team Gemeinden in allen Salzburger Bezirken. Bei Infoständen und Verteilaktionen sucht sie das Gespräch mit Bürgern und informiert über ihre Sprechstunden zu Wohnen und Soziales. Nach ersten Besuchen in Grödig, Bischofshofen und St. Johann führen die nächsten Stationen nach Saalfelden (5. August), Tamsweg (11. August), Seekirchen (12. August), Hallein (19. August) und Zell am See (25. August).

Quelle: https://salzburg.kpoe.at/aktuelles/hangbl-auf-sommertour-kp-sucht-den-gefrderten-wohnbau-in-den-bezirken

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