KPÖ kritisiert Trinkwasserstrategie von Landesrat Aigner

Pia ProdingerPia Prodinger
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Nach einem Dürresommer mit Rekordtief bei den Grundwasserständen hat die Salzburger Landesregierung ihre Trinkwasserstrategie präsentiert. Die KPÖ zeigt sich enttäuscht und wirft Landesrat Aigner vor, keine konkreten Maßnahmen gegen Wassermangel vorzulegen.

Der vergangene Sommer hat in Salzburg massive Spuren hinterlassen: Die Grundwasserstände erreichten ein Rekordtief, die Trinkwasserversorgung war unter Druck, und die Landwirtschaft sowie die Energieerzeugung litten unter der Dürre. Landwirte mussten Vieh verkaufen, weil Wasser und Futter fehlten, während Feuerwehren Wasser zu den Höfen transportieren mussten. Die Salzburg AG verzeichnete im Sommer einen Rückgang der Wasserkraft-Energieproduktion um 30 Prozent.

Die KPÖ hatte bereits im Februar und im Juni mit Dringlichen Anfragen bei Landesrat Aigner nachgefragt, welche Schritte die Landesregierung zur Sicherung der Wasserversorgung plane. Beide Male verwies dieser auf eine Trinkwasserstrategie, die kurz vor der Fertigstellung stehe. Nun, mit einer Verspätung von dreiviertel Jahr, wurde das Dokument vorgelegt – es handelt sich jedoch lediglich um eine Bestandsaufnahme.

Vorwurf: Keine konkreten Lösungen

Markus Walter, Landtagsabgeordneter der KPÖ, äußert sich enttäuscht über das Ergebnis: Das lange Warten habe sich nicht gelohnt. Die Strategie enthalte viele bunte Karten und Tabellen, aber kein Wort dazu, wie das Land mit Dürre, sinkendem Grundwasser und Trinkwassermangel umgehen wolle. Aigner habe offensichtlich den Ernst der Lage nicht erkannt.

Die KPÖ will am morgigen Tag eine Dringliche Anfrage an den Landesrat stellen. Dabei soll Aigner erklären, wie vorbereitet oder unvorbereitet die Landesregierung auf den nächsten Dürresommer ist.

Quelle: https://salzburg.kpoe.at/aktuelles/kp-zur-schwarz-blauen-trinkwasserstrategie-ernst-der-lage-nicht-erkannt

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