Krems und Stockerau: Kameras gegen Dauerparker

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Park+Ride-Anlagen in Krems und Stockerau werden mit digitalen Überwachungssystemen ausgestattet. Kameratechnik soll künftig verhindern, dass Langzeitparker die für Pendler vorgesehenen Stellplätze blockieren.

Die niederösterreichische Landesregierung hat in ihrer Sitzung Zuschüsse für die digitale Aufrüstung zweier Park+Ride-Anlagen beschlossen. An den Standorten Krems und Stockerau werden Kamerasysteme installiert, die eine widmungskonforme Nutzung sicherstellen sollen. In Krems sind die Maßnahmen bereits umgesetzt.

Verkehrslandesrat Udo Landbauer begründet die Investition damit, dass die Stellplätze jenen zur Verfügung stehen müssen, die tatsächlich pendeln. Dauer- und Langzeitparker würden sonst dringend benötigte Parkplätze blockieren.

Stellplatzgenaue Überwachung in Stockerau

An beiden Standorten informieren künftig Anzeigesysteme jederzeit über die aktuelle Auslastung. In Stockerau erkennt das System stellplatzgenau, wenn Fahrzeuge die Anlagen widmungswidrig als Dauerabstellplatz missbrauchen.

Johann Pluy, Vorstand der ÖBB-Infrastruktur AG, betont die enge Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich. Diese sei ein wesentlicher Schlüssel, um Park+Ride-Angebote gemeinsam weiterzuentwickeln und den Umstieg auf die Bahn möglichst einfach zu machen.

955.000 Euro für Bau und Betrieb

Die Errichtungskosten für beide Standorte belaufen sich auf insgesamt 500.267 Euro. Das Land Niederösterreich schießt für den Bau sowie den Betrieb durch die ÖBB in den kommenden zehn Jahren rund 955.000 Euro zu.

Landbauer verweist auf das Bekenntnis zu einem vollumfänglichen Mobilitätsmix, der auf die Bedürfnisse von Pendlern, Familien und Leistungsträgern angepasst sei. Die gesamte Infrastruktur müsse perfekt aufeinander abgestimmt sein, was durch die Zusatzmaßnahmen ermöglicht werde.

Quelle: OTS

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