Krismer fordert Hitzeschutz in Pflegeheimen

Die niederösterreichische Grünen-Klubobfrau Helga Krismer verlangt vor der Landtagssitzung am Donnerstag konkrete Maßnahmen gegen Hitze in Heimen. Zudem kritisiert sie die geplanten Schwellenwerte für die Umweltverträglichkeitsprüfung bei Rechenzentren als zu hoch.
Vor der Landtagssitzung am Donnerstag hat Helga Krismer, Klubobfrau der Grünen in Niederösterreich, mehrere Forderungen präsentiert. Die Tagesordnung trage eine deutliche grüne Handschrift, so Krismer.
Kritik am Gesundheitssystem
Zur Aktuellen Stunde äußert sich Krismer zur Verunsicherung im Gesundheitssystem. Die Menschen fühlten sich nicht mehr sicher, die Verunsicherung gehe von der Landesregierung selbst aus. Sie sei gespannt, wie Schwarz-Blau und Rot diese hausgemachte Panik auflösen wolle. Landesrat Sven Hergovich solle sich endlich hinter die grünen Lösungen stellen und konsequent auf die Seite der Menschen wechseln.
Hitzeschutz in Pflegeheimen gefordert
Ein Schwerpunkt ist ein grüner Antrag zum Hitzeschutz in Pflegeheimen. Dieser basiert auf Rückmeldungen von Krismers Gesundheitstour und einer Anfrage von Landtagsabgeordneten Silvia Moser. „Die NÖ Pflegeheimverordnung kennt weder Hitzeschutzbestimmungen noch Temperatur-Obergrenzen. Die Antwort der Landesregierung, dass genug Trinken ausreiche, ist ein Schlag ins Gesicht von Pflegekräften sowie Bewohnerinnen und Bewohnern“, kritisiert Krismer.
Die Grünen verlangen konkrete Schritte:
- Sofortmaßnahmen: Rasche Anschaffung von Außenrollos, Klimageräten und Kühldecken sowie Priorisierung von Dämmungen.
- Klimaausweis für öffentliche Gebäude: Standards müssen künftig Hitze genauso berücksichtigen wie Kälteschutz.
Rechenzentren: Schwellenwerte zu hoch
Beim Thema Rechenzentren sieht Krismer einen Teilerfolg. Der Bund schicke eine UVP-Pflicht in Begutachtung, die Grenzwerte seien jedoch unzureichend. 100 Megawatt Anschlussleistung – und 50 MW in Schutzgebieten – seien für Gemeinden wie Leopoldsdorf oder Stetten viel zu hoch angesetzt. Zweckmäßig wäre eine Halbierung, damit Auflagen nicht umgangen werden. Man bleibe dran, um die Gemeinden vor Überdimensionierung zu schützen, so Krismer.
Quelle: OTS
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