Kroate Radić kauft steirische Möbelfabrik ADA

Pia ProdingerPia Prodinger
Industrieanlage mit Pfeilen, Karte von Österreich, Ungarn, Rumänien und Sofa
© Mit KI (Gemini) generiert

Die insolvente ADA Möbelfabrik aus Anger in der Steiermark hat einen neuen Eigentümer. Der kroatische Möbelunternehmer Renato Radić übernimmt die ADA Möbelwerke Holding AG zur Gänze.

Die ADA Möbelfabrik aus Anger bekommt einen neuen Besitzer: Renato Radić, ein kroatischer Möbelunternehmer, kauft die ADA Möbelwerke Holding AG zu 100 Prozent. Das gab das Unternehmen am Montag in einer Aussendung bekannt. Der Standort in der Steiermark bleibe als eigenständiges österreichisches Unternehmen bestehen.

Mit der Übernahme wird das Sanierungsverfahren beendet und die Finanzierung des laufenden Betriebs ist gesichert. Der neue Eigentümer zahlt die 20-Prozent-Quote an die Gläubiger und plant zusätzliche Investitionen. Auch die Produktionsstandorte in Ungarn und Rumänien werden übernommen, die Fertigung dort läuft unverändert weiter.

Marke und Vertrieb bleiben eigenständig

ADA wird mit eigener Marke, eigener Geschäftsführung und eigenem Vertrieb fortgeführt. Der Hauptsitz verbleibt in Österreich. „Ich komme selbst aus einem Familienunternehmen, das 1995 in einer kleinen Werkstatt begonnen hat. Deshalb weiß ich, was ein Name wie ADA wert ist und was über Jahrzehnte an Handwerk, Wissen und Vertrauen in dieses Unternehmen eingegangen ist“, erklärte Radić. Er hat mit der kroatischen Prima Gruppe einen der größten Möbelhersteller Südosteuropas aufgebaut.

Marke, Sortiment, Preispositionierung und Kundenbeziehungen bleiben in der Verantwortung von ADA. Konditionen, Liefertermine und Serviceprozesse sollen beibehalten werden. Bestehende Aufträge würden vollständig abgearbeitet, die zugesagten Garantieleistungen gelten weiter, hieß es. Derzeit sind noch zehn Mitarbeiter in Anger beschäftigt. Eine Wiederaufnahme der Fertigung in Österreich werde geprüft.

Insolvenz im März

Die ADA Möbelwerke Holding hatte im März ihre Insolvenz eingestanden und einen Sanierungsplan gestartet. Die anerkannten Forderungen der Gläubiger umfassen knapp 18,3 Millionen Euro.

Quelle: APA

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