Kulturfestival „Übergänge – Přechody“ in Gmünd

Mathias FischerMathias Fischer
© Arno Meusburger

Das grenzüberschreitende Kulturfestival „Übergänge – Přechody“ findet von 24. bis 26. Juli in Gmünd und České Velenice statt. An zehn Orten in beiden Städten werden 50 Veranstaltungen aus Musik, Theater und Kunst geboten.

Das letzte Juliwochenende steht in Gmünd und České Velenice im Zeichen eines grenzüberschreitenden Kulturfestivals. Von Freitag bis Sonntag präsentieren die beiden Städte ein vielfältiges Programm mit Musik, Theater, Ausstellungen und Workshops an ungewöhnlichen Spielorten.

Eröffnung mit Robert Menasse

Den Auftakt bildet eine Rede von Robert Menasse direkt an der Staatsgrenze, wo er über Europa und diesen besonderen Ort sprechen wird. Im Anschluss ist Otto Lechner auf einer Kirchenorgel zu erleben, begleitet von Anne Bennent, die Gedichte von Rainer Maria Rilke vorträgt.

Internationale Musikbeiträge

Gitarrist Peter Ratzenbeck tritt in einer tschechischen Kirche auf. Die Gruppe Via Dacă reist aus Moldawien an und verbindet traditionellen Folk mit elektronischen Klängen. Aus Budweis kommt die Drummergruppe Wild Sticks, verstärkt durch eine Brassband, während aus Prag die Performancegruppe V.O.S.A. mit ihren riesigen Wasserwesen anreist.

Weitere musikalische Auftritte liefern das Duo Fuss-Leichtfried, Slowklang, das Frauentrio Mel*E, Jumping Jungle, die 40-köpfige Südböhmische Symphonie Big Band, Gabi Stattler and Friends, Nejyla, der Kammerchor Gmünd sowie Gerhard Reiter mit seiner Formation Garuda. Bildende Künstlerinnen und Künstler werden den öffentlichen Raum bespielen und Alltagswege in Kunstpfade verwandeln.

Besondere Kirchen als Spielorte

Zu den Höhepunkten zählt die Öffnung mehrerer historischer Sakralbauten für spezielle Programme. Dazu gehören die kleine Dorfkapelle zur Heiligen Familie im Stadtteil Pepíkov, die kubistische Kirche zur Heiligen Agnes aus der Zeit der ersten Tschechoslowakischen Republik in České Velenice sowie die Pfarrkirche St. Stephan, ein gotisches Architekturjuwel am Gmünder Stadtplatz.

Auch die Evangelische Friedenskirche aus der Jahrhundertwende, die als Mahnmal gegen den Kommunismus errichtete Herz-Jesu-Kirche aus den 1950er-Jahren in Gmünd und die halbverfallene Kirche in Zuggers/Krabonoš, die seit vielen Jahren renoviert wird, sind während des Festivals zugänglich.

Workshops und Exkursionen

Das Programm wird durch „connected places“ ergänzt, das acht Workshops, einen Stadtspaziergang, eine Kirchenführung und eine Radexkursion nach Paris, New York und London umfasst – drei kleine tschechische Grenzdörfer mit klingenden Namen.

Der Eintritt erfolgt auf Basis einer freien Spende. Nähere Informationen sind unter der Telefonnummer 0664/1505348 bei Thomas Samhaber oder per E-Mail an festival@prechody.eu erhältlich. Das detaillierte Programm ist unter www.prechody.eu abrufbar.

Quelle: OTS

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