Kunasek lenkt bei Nächtigungsabgabe nach Kritik ein

Mona HopfingerMona Hopfinger
Tourismusabgabe: Waage zeigt steigende Kosten und Tourismusangebote
© Mit KI (Gemini) generiert

Nach massiver Kritik aus der Tourismusbranche zeigt sich der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek gesprächsbereit. Die geplante Verdoppelung der Nächtigungsabgabe hatte für Unmut gesorgt – vor allem wegen des Zeitpunkts.

Die steirische Tourismusbranche reagiert empört auf die geplante Anhebung der Nächtigungsabgabe. Hotels, Pensionen und Campingplätze haben ihre Tarife für 2027 bereits festgelegt, als die Erhöhung angekündigt wurde. Im Landtag konfrontierte Lambert Schönleitner, Tourismussprecher der Grünen, Landeshauptmann Mario Kunasek mit den Vorwürfen aus der Branche. Das Ergebnis: Kunasek signalisiert Gesprächsbereitschaft.

Abgabe soll sich fast verdoppeln

Die Nächtigungsabgabe wird von Gästen pro Person und Übernachtung entrichtet und von den Betrieben eingehoben. Das Land plant, sie in Beherbergungsbetrieben von 2,50 Euro auf 4,90 Euro anzuheben – nahezu eine Verdoppelung.

Besonders problematisch ist der Zeitpunkt der Ankündigung. Die Tourismuswirtschaft arbeitet mit langen Vorlaufzeiten. Zahlreiche Betriebe haben ihre Kalkulation für 2027 bereits abgeschlossen und verbindliche Angebote an Gäste verschickt. Eine nachträgliche Preiserhöhung gefährdet das Vertrauen der Kundschaft. Wer die zusätzlichen Kosten selbst übernimmt, muss mit Verlusten rechnen.

Breite Kritik aus der Branche

Die Ablehnung zieht sich durch die gesamte Tourismusbranche – von der Hotellerie über Campingplatzbetreiber bis hin zu führenden Tourismusregionen. Schönleitner brachte die Bedenken in den Landtag ein und befragte den Landeshauptmann, der auch für den Tourismus zuständig ist, zur fehlenden Abstimmung.

„Die gesamte Branche läuft Sturm, weil der Landeshauptmann die Erhöhung ohne vernünftige Abstimmung und ohne Rücksicht auf die wirtschaftliche Planung der Betriebe durchgedrückt hat“, so Schönleitner.Kunasek habe nichts erklärt. Er habe stattdessen aufgezählt, was die Tourismusbetriebe dem Land sowieso schuldig seien. „Das ist keine Antwort auf die berechtigte Kritik der Branche.“

Gespräche angekündigt

Am Ende der Befragung kündigte der Landeshauptmann an, mit den betroffenen Betrieben über die wirtschaftlichen Belastungen und mögliche Nachbesserungen zu sprechen.

Für Schönleitner ist das ein erster Schritt, aber noch keine Lösung: „Das ist ein Anfang. Aber Gespräche allein lösen das Problem nicht. Am Ende braucht es Planungssicherheit für die Betriebe.“

Quelle: https://zukunftsteiermark.at/naechtigungsabgabe-gespraeche-planungssicherheit

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