Kunasek ohne Plan für Sportvereine nach Budgetkürzung

Mona HopfingerMona Hopfinger
Sportförderung: Schere schneidet 10% von Geld, Junge mit Ball auf zerbrochenem Sportplatz, Fragezeichen über Kalender 2028
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Landeshauptmann Mario Kunasek musste im steirischen Landtag erklären, wie Sportvereine mit zehn Prozent weniger Förderung zurechtkommen sollen. Konkrete Antworten blieb der Sportreferent schuldig.

Mario Kunasek stand am 20. Oktober im Landtag Rede und Antwort zu den Kürzungen im Sportbudget. Die Grünen hatten das Thema mit einer Dringlichen Anfrage auf die Tagesordnung gesetzt. Klubobfrau Sandra Krautwaschl wollte wissen, wie steirische Sportvereine mit zehn Prozent weniger Geld auskommen sollen.

Der Landeshauptmann und Sportreferent präsentierte in seiner Antwort vor allem eine Bilanz seiner bisherigen Arbeit. Wie die Vereine die Kürzungen konkret bewältigen sollen, ließ er offen.

Kleine Summe für das Land, große Lücke für Vereine

Krautwaschl kritisierte die fehlende Perspektive: „Von Kunaseks Leistungsschau können sich die vielen Vereine und Ehrenamtlichen nichts kaufen, wenn ihnen nächstes Jahr das Geld fehlt. Für das Landesbudget sind diese Kürzungen Peanuts. Für unsere Vereine, die Ehrenamtlichen und vor allem die Kinder, die dort Sport treiben wollen, sind sie fatal.“

In den Vereinen engagieren sich Menschen ehrenamtlich, trainieren Nachwuchsteams, organisieren Turniere und führen die Kassa. Für viele Kinder ist der Verein der erste Ort, an dem sie Teamgeist und Fairness lernen, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Einsparungen treffen vor allem jene Familien, die sich private Kurse nicht leisten können.

Finanzierung ab 2028 ungeklärt

Konkrete Aussagen zur langfristigen Finanzierung blieben ebenfalls aus. Die ORF-Landesabgabe, mit der das Land Sport und Kultur mitfinanziert, soll Ende 2028 auslaufen. Wie die wegfallenden Einnahmen kompensiert werden, vermochte Kunasek nicht zu erklären.

„Die Kürzungen stehen im Budget, über ihre Folgen wird erst noch geredet. Und für die nächste Finanzierungslücke gibt es ebenfalls keinen Plan. So sieht keine verlässliche Sportpolitik aus“, sagte Krautwaschl. Vereine könnten ohne Planungssicherheit weder Trainings noch Investitionen in Anlagen verlässlich organisieren.

Vergleich mit Graz fällt anders aus

Kunasek verwies auf die Stadt Graz. Krautwaschl stellte klar, dass der Vergleich anders ausfalle als vom Landeshauptmann wohl gemeint: „Die Sportförderungen in Graz sind prozentuell dreimal so hoch wie jene des Landes. Offenbar haben wir mit unserer Kritik einen wunden Punkt getroffen. Kunasek sollte jedenfalls nicht vergessen: Er ist Sportreferent für die ganze Steiermark und für den Breitensport genauso verantwortlich wie für den Spitzensport.“

Quelle: https://zukunftsteiermark.at/sportkuerzungen-kunasek-landtag

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