Kunstwerk „Luftlinie“ umspielt Wasserturm in St. Pölten

Die ehemaligen Wassertürme der Glanzstoff-Fabrik in St. Pölten werden seit 2017 zu Kunstorten. Nach Brigitte Kowanz' leuchtendem „Fountain“ ziert heuer Martin Waldes Installation „Luftlinie“ einen der markanten Türme.
Die markanten Türme der Glanzstoff-Fabrik prägten über Jahrzehnte das Industrieviertel von St. Pölten. Seit 2017 dienen die Wahrzeichen als Kunststandorte – zunächst mit Brigitte Kowanz' nachts leuchtendem Werk „Fountain“, nun auch mit Martin Waldes Installation „Luftlinie“.
Die beiden früheren Wassertürme gehören zum Gelände der 1906 gegründeten und 2008 geschlossenen Fabrik. Teile des Areals stehen mittlerweile unter Denkmalschutz. Die historische Konerei – ein Produktionsbereich, in dem Fäden auf konische Spulen gewickelt wurden – fungiert heute als Veranstaltungs- und Kulturstandort.
Linie als künstlerisches Grundmotiv
Mit seiner „Luftlinie“ verweist Martin Walde auf die einst hier hergestellten Fäden. Gleichzeitig ist die Linie ein zentrales Motiv in seinem Schaffen. Seit über vier Jahrzehnten verbindet der Künstler experimentelle Forschung mit Skulpturen und Installationen, wobei die Linie im Raum – ob figurativ oder abstrakt – eine Konstante darstellt.
Die St. Pöltner „Luftlinie“ erfüllt keinen praktischen Zweck. Sie lässt an einen Vogel denken, der den Turm umkreist, oder an eine Gedankenlinie, die das Bauwerk erkundet. Der Blick wandert zwischen Kunstwerk und Industriedenkmal hin und her. „Es ist ein Spiel mit historischer Architektur und zeitgenössischer Kunst. Und dieses Spiel ist diese Linie“, so Walde.
Weitere Informationen zum Künstler sind auf www.martinwalde.at verfügbar.
Quelle: OTS
Worüber spricht Niederösterreich morgen?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.