Lagerhaus Tulln-Neulengbach investiert fünf Millionen

Pia ProdingerPia Prodinger
Landwirtschaftskammer Steiermark: Josef, Franz, Anna, Markus, Peter, Christian, Stefan, Gerhard
© Raiffeisen-Lagerhaus Tulln-Neulengbach

Das Raiffeisen-Lagerhaus Tulln-Neulengbach plant ein Agrar-Kompetenzzentrum in Judenau. Rund fünf Millionen Euro sollen in eine neue Getreidelagerhalle und die Bündelung der Agraraktivitäten fließen. Obmann Michael Göschelbauer wurde für eine weitere Funktionsperiode bestätigt.

Bei der Generalversammlung des Raiffeisen-Lagerhauses Tulln-Neulengbach wurde Michael Göschelbauer als Obmann wiedergewählt. Die Mitglieder bestätigten ihn für eine weitere Funktionsperiode bis 2030. Neben der Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres standen vor allem geplante Investitionen in die Agrarinfrastruktur im Fokus.

Göschelbauer bezeichnete die Wiederwahl als großen Vertrauensbeweis und klaren Auftrag, die Entwicklung der Genossenschaft voranzutreiben. Besonders in herausfordernden Zeiten zeige sich die Stärke durch Zusammenhalt, regionale Verankerung und den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, betonte der Obmann.

Umsatz knapp unter 84 Millionen Euro

Geschäftsführer Herbert Schadenhofer legte den Mitgliedern die Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 vor. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen erzielte das Lagerhaus einen Umsatz von knapp 84 Millionen Euro und übertraf damit das Vorjahresergebnis. Besonders positiv entwickelten sich die Bereiche Agrarvermarktung, Holzhandel und Energie.

Die breite Aufstellung in unterschiedlichen Geschäftsbereichen erweise sich als wichtige Stärke, erklärte Schadenhofer. Diese sorge für Stabilität und ermögliche eine verlässliche Versorgung der Mitglieder sowie Kundinnen und Kunden auch unter schwierigen Bedingungen.

Neue Getreidelagerhalle in Judenau geplant

Geschäftsführer Christoph Pesl stellte das geplante Agrar-Kompetenzzentrum in Judenau vor. Die bisherigen Agraraktivitäten der Standorte Michelhausen und Judenau sollen in Judenau zusammengeführt werden. Kernstück des Projekts ist eine neue Getreidelagerhalle mit einer Kapazität von rund 5.500 Tonnen. Das Investitionsvolumen beträgt rund fünf Millionen Euro.

Mit dem Kompetenzzentrum würden moderne und leistungsfähige Strukturen für die Landwirtschaft in der Region geschaffen, so Pesl. Die Lagerkapazitäten würden erhöht, die Abläufe optimiert und die Beratungskompetenz gebündelt.

Energiemärkte und langjähriger Funktionär gewürdigt

Als Gastredner gab Oliver Eisenhöld, Geschäftsführer der Genol, einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen auf den internationalen Energiemärkten. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen geopolitischer Spannungen auf Versorgung und Preisentwicklung sowie langfristige Herausforderungen und Chancen für den Energiesektor.

Die Generalversammlung bot auch den Rahmen, Anton Doppler für sein außergewöhnliches Engagement zu würdigen. Nach insgesamt 42 Jahren als Funktionär des Lagerhauses Tulln-Neulengbach legte er seine Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats auf eigenen Wunsch zurück.

Quelle: https://www.rwa.at/press-release/lagerhaus-tulln-neulengbach-stellt-plaene-fuer-neues-agrar-kompetenzzentrum-in-judenau-vor

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