Lam Research erhält Kärntner Landeswappen

Pia ProdingerPia Prodinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Halbleiter-Ausrüster Lam Research wurde mit dem Recht zur Führung des Kärntner Landeswappens ausgezeichnet. Landeshauptmann Daniel Fellner überreichte die Ehrung anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Standorts Villach.

Das US-amerikanische Unternehmen Lam Research hat eine der höchsten Auszeichnungen des Landes Kärnten erhalten. Landeshauptmann Daniel Fellner überreichte dem Halbleiter-Ausrüster das Recht zur Führung des Kärntner Landeswappens im Rahmen einer Feier am Standort Villach. Anlass war das 40-jährige Jubiläum des Unternehmens in der Region.

Mit der Auszeichnung würdigt das Land den Beitrag von Lam Research zu technologischer Innovation, Fachkräftequalifizierung, Nachhaltigkeit und wirtschaftlichem Wachstum. Zudem unterstreicht sie die Rolle des Unternehmens bei der Stärkung Kärntens als international anerkanntes Zentrum für Halbleiterkompetenz und hochentwickelte Fertigung.

„40 Jahre Lam Research in Villach stehen für 40 Jahre Forschung und Entwicklung, für 40 Jahre permanente Innovation, für 40 Jahre technologische Exzellenz, für konsequente Ausbildung und für gesellschaftliche Verantwortung“, sagte Fellner. Das Unternehmen betone Gemeinsamkeit und Fortschritt – genau das mache Zukunft und Erfolg aus. Als Technologiereferent sei er stolz, ein solches Vorzeigeunternehmen in Kärnten zu wissen, das für die größten und bekanntesten Chiphersteller der Welt produziere.

Globales Kompetenzzentrum für Nassprozesstechnologien

Aaron Fellis, Corporate Vice President und General Manager bei Lam Research, nahm die Auszeichnung entgegen. Das Recht zur Führung des Landeswappens sei eine große Ehre und spiegle das Engagement und die Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Villach wider. Seit vier Jahrzehnten unterstütze das Team weltweit Kunden dabei, komplexeste Herausforderungen in der Halbleiterfertigung zu bewältigen.

Der Standort Villach ist heute ein globales Kompetenzzentrum für Reinigungs- und Nassprozesstechnologien. Diese Technologien unterstützen Halbleiterhersteller dabei, die Leistungsfähigkeit, Ausbeute und Zuverlässigkeit zu erreichen, die für immer komplexere Bauelemente in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Hochleistungsrechnen und hochentwickelte digitale Infrastruktur erforderlich sind.

Die Wurzeln von Lam in Österreich reichen bis ins Jahr 1986 zurück, als SEZ gegründet wurde – ein Pionier der Einzelwafer-Reinigungstechnologie. Seit 2008 gehört SEZ zu Lam Research. Die österreichischen Aktivitäten wurden seither ausgeweitet und umfassen neben Villach auch Salzburg, wo Lam sein Kompetenzzentrum für Panel-Level Packaging betreibt.

Technologien für KI-gestützte Halbleiter

Mit der stetig wachsenden Nachfrage nach KI-gestützten Technologien wird auch die Halbleiterfertigung immer komplexer. Die in Villach entwickelten fortschrittlichen Technologien für Reinigung und Oberflächenvorbereitung spielen eine entscheidende Rolle, um jene Präzision, Prozesskontrolle und Fertigungsfähigkeit zu ermöglichen, die Halbleiterbauelemente der nächsten Generation erfordern.

Yasumitsu Orii, Senior Managing Executive Officer bei der Rapidus Corporation, würdigte Lams Engagement für Innovation, Qualität und Zusammenarbeit. Die in Villach entwickelten und gefertigten Technologien zählten zu den bedeutendsten Beiträgen Österreichs zum globalen Halbleiter-Ökosystem. Sie spielten eine wichtige Rolle dabei, die nächste Generation von Halbleitern zu ermöglichen, darunter moderne Logikchips ab der 2-Nanometer-Generation, Advanced Packaging und KI-Anwendungen.

Das Kärntner Landeswappen folgt auf die Verleihung des Villacher Stadtwappens an Lam im Jahr 2024. Damals würdigte Bürgermeister Günther Albel das Unternehmen für seine Verdienste um die Menschen und den Wirtschaftsstandort vor Ort.

Quelle: OTS

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