Land übernimmt Linzer Flughafen-Anteil zur Gänze

Oberösterreich will den 50-Prozent-Anteil der Stadt Linz am Flughafen übernehmen. Die Regierungsparteien OÖVP und FPÖ einigten sich bei einer Arbeitsklausur auf die Neuausrichtung der Infrastruktur und den Ausbau der Kinderbetreuung.
Die Regierungsspitzen von OÖVP und FPÖ haben am Montag in Linz zentrale Weichenstellungen für den Standort beschlossen. Im Zentrum standen die Zukunft des Flughafens Linz, der Ausbau der Kinderbetreuung und wirtschaftliche Herausforderungen.
Landeshauptmann Thomas Stelzer verwies auf positive Entwicklungen trotz schwieriger Rahmenbedingungen. Die oberösterreichische Industrie wachse laut WIFO stärker als im Bundesschnitt, bei der Bauproduktion sei man als einziges Bundesland im Plus. Auch am Arbeitsmarkt entwickle sich das Land besser als andere Regionen.
Mehrheit am Flughafen bleibt öffentlich
Das Land Oberösterreich wird künftig den bisherigen 50-Prozent-Anteil der Stadt Linz am Flughafen übernehmen. Damit sollen Eigentümerinteressen gebündelt und klare Entscheidungsstrukturen geschaffen werden. Die erforderlichen Beschlüsse sind noch im Herbst geplant.
In einem transparenten Verfahren sollen anschließend strategische private Partner gesucht werden. Künftig können Private bis zu 49 Prozent der Anteile halten, mindestens 51 Prozent bleiben beim Land. Vom neuen Management wird eine klare Strategie samt tragfähigem wirtschaftlichem Konzept gefordert.
Über eine Milliarde Euro für Kinderbetreuung
Fortgesetzt wird von den Koalitionsparteien der Ausbau der Kinderbetreuung. 543 Projekte für Krabbelstuben, Kindergärten, Horte und Pflichtschulen laufen derzeit im Bau- und Finanzierungsprogramm, mit einem Gesamtvolumen von 1,03 Milliarden Euro. 367,1 Millionen Euro davon stellt das Land an Fördermitteln bereit.
Bereits angemeldet sind weitere 161 Projekte mit einem geschätzten Volumen von 58,5 Millionen Euro. Die maximale Gruppengröße im Kindergarten liegt seit Herbst 2025 bei 22 Kindern und sinkt ab Herbst 2028 auf höchstens 21 Kinder.
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