Landesklinikum Horn investiert in mobile Augendiagnostik

Die Augenabteilung des Landesklinikums Horn hat ein mobiles Autorefraktometer angeschafft. Das Gerät ermöglicht Augenuntersuchungen direkt am Krankenbett oder im Rollstuhl.
Horn – Die Augenabteilung des Landesklinikums Horn hat ein hochentwickeltes, mobiles Autorefraktometer in Betrieb genommen. Mit dem sogenannten „HandyRef“ können Patientinnen und Patienten ab sofort direkt am Krankenbett oder im Rollstuhl untersucht werden. Die Untersuchung erfolgt flexibler, schneller und barrierefrei.
Die Bestimmung der Brechkraft des Auges zählt zu den grundlegenden Untersuchungen in der Augenheilkunde. Sie ist fixer Bestandteil jeder Vorbereitung auf eine Graue-Star-Operation. Bisher mussten Patientinnen und Patienten dafür zu einem großen, fest installierten Tischgerät gehen, bei dem der Kopf in einer starren Schiene ruhig gehalten werden muss. Für viele Menschen stellte dies eine erhebliche Hürde dar.
Untersuchung kommt zu den Patientinnen und Patienten
„Unsere oberste Priorität ist es, moderne Medizin für alle Menschen gleichermaßen zugänglich zu machen“, betont Abteilungsleiter Prim. Dr. Stefan Heiligenbrunner. „Mit dem neuen, handgehaltenen Gerät können wir die Augenvermessung nun direkt zu den Patientinnen und Patienten bringen – und nicht mehr umgekehrt.“
Das neue Gerät bringt vor allem für jene Vorteile, für die eine Standarduntersuchung bisher beschwerlich oder unmöglich war. Rollstuhlfahrer, bettlägerige Patientinnen und Patienten auf den Stationen oder Menschen mit schweren Bewegungseinschränkungen können nun ohne Umlagerung in ihrer gewohnten Position untersucht werden.
Einsatz in der Kindermedizin und im Operationssaal
Für die jüngsten Patientinnen und Patienten entfällt der oft einschüchternde Blick in eine große Maschine. Das kompakte Gerät erlaubt eine sekundenschnelle Messung auf dem Schoß der Eltern, unterstützt durch kindgerechte Fixationslichter. Auch bei liegenden Patientinnen und Patienten liefert das Gerät hochpräzise Daten, was die intraoperative Kontrolle und die Versorgung optimiert.
Trotz seiner kompakten Größe steht das mobile System den großen Stationsgeräten in nichts nach. Innerhalb von Sekundenbruchteilen misst es vollautomatisch die exakten Werte der Augengeometrie sowie die Hornhautkrümmung – selbst bei minimaler Pupillenöffnung. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet dies kürzere Untersuchungszeiten, maximalen Komfort und eine Diagnostik auf höchstem technologischem Niveau.
„Mit dieser Investition leistet das Landesklinikum Horn einen weiteren Beitrag zu einer barrierefreien und patientenorientierten Gesundheitsversorgung im Waldviertel“, freut sich der Ärztliche Direktor Prim. Dr. Reinhold Klug, MBA FACS.
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